#346 Berlin-Wahl: Mit Druck von unten zum roten Leuchtturm?
Shownotes
Berlin steht bei der Wahl am 20. September vor einer Richtungsentscheidung: Dass es nach der Wahl für eine linke Regierungsmehrheit reicht und die Parteien auch die Erwartungen an einen Politikwechsel erfüllen, dafür setzt sich die Bewegungsplattform "Berlin zusammen" ein. Die Graswurzel-Initiative verspricht Wahlkampfhilfe - dafür sollen sich Kandidaten:innen auf sozialpolitische Forderungen verpflichten und der Stadtgesellschaft gegenüber Rechenschaft ablegen. Kann es gelingen, genug Druck für eine fortschrittliche Neuauflage von Rot-rot-grün aufzubauen - etwa indem die SPD zur Enteignung großer Wohnkonzerne gedrängt wird? Wie lässt sich verhindern, dass angesichts von Sparzwängen linkes Regieren in Berlin zum Reinfall wird? Und steckt in dem Modell ein erster Schritt für eine Demokratisierung der Politik von unten? Darüber sprechen Ceren Türkmen und Calle Kunkel von "Berlin zusammen" im Dissens Podcast.
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"Berlin zusammen" ist eine parteiunabhängige und bewegungsübergreifende Plattform, die sich für einen progressiven Politikwechsel in Berlin einsetzt. Mit einem Bündel an sozialpolitischen Forderungen mischt sich die Kampagne in die Berliner Abgeordnetenhauswahl ein, mit dem Ziel, eine linke Regierungsmehrheit zu erreichen. Kandidierende von Linkspartei, Grünen und SPD sollen sich auf eine progressive Wende verpflichten und auch nach der Wahl gegenüber der Stadtgesellschaft in Verantwortung genommen werden. Im Gegenzug erhalten sie Wahlkampfhilfe durch die Plattform und ihre Aktivist:innen. Hier geht's zur Internetseite https://berlinzusammen.de/
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Musik
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Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:03: Also jenseits dessen, dass wir uns gerade natürlich über die Zahlen für die progressiven Parteien freuen.
00:00:08: Über Rot-Grün erhören wir aber gleichzeitig auch den Schuss der in die andere Richtung sozusagen losgeht.
00:00:14: also achtzehn Prozent AfD in Berlin bedeutet etwas und das ist ein Signal das an uns gerichtet ist.
00:00:21: es bedeutet dass wir auch darüber nachdenken müssen wie tatsächlich Menschen auch gewonnen werden können.
00:00:27: also das bedeutet auch dass soziale Bewegungen neu darüber nach denken müssen An wen sie sich eigentlich richten und für wen sie Politik machen, und Berlin zusammen will versuchen mit dem Konzept eine neue politische Kultur zu entwickeln.
00:00:41: Also das was wir da erst mal herstellen ist eine Beziehung zu Kandidierenden die im besten Fall danach auch in Parlament sitzen und dadurch Teil der Fraktion sind.
00:00:49: Und für uns geht es ja darum, einen Eindruck zu kriegen.
00:00:52: Genau in diesen Hearings versuchen die Leute wirklich unter den bestehenden Bedingungen, die wir alle noch nicht kennen das Maximum rauszuholen und daraus wird sich natürlich auch dann zeigen.
00:01:02: haben sie das Vertrauen verdient?
00:01:04: Das ist angesichts der Politikverdrossenheit und der Art und Weise wie die Politikerin in den letzten Jahren Politik gemacht hat glaube ich ein total wichtiges Signal.
00:01:13: Ja Leute, danke dass ihr reinhört.
00:01:15: Hier ist euer Distance Podcast diese Woche mit der letzten Folge vor meiner Sommerpause und zwar geht es um die Wahl in Berlin.
00:01:23: Berlin steht am zwanzigsten September von der Richtungsentscheidung und das es da eine Neuauflage von Rot-Rot-Grün gibt und diese linke Regierung auch tatsächlich abliefert.
00:01:33: dafür macht die Bewegungsplattform berlin zusammen Druck von unten.
00:01:37: Die Graswurzelinitiative greift aktiv in den Wahlkampf ein, macht Wahlkampf für Kandidatinnen die jetzt kommt sich auf bestimmte sozialpolitische Forderungen verpflichten und auch nach der Wahl der Stadtgesellschaft gegenüber Rechenschaft ablegen.
00:01:52: Genau ich habe mir Jerrin Turkmann und Kalle Kunkel von Berlin zusammen eingeladen und wir sprechen darüber wie die Bewegungsplattform das Verhältnis von Stadtgesätschaft und Politik verändern möchte Wie sie einen Unterschied in diesem aktuellen Wahlkumpf machen will Und wie eigentlich die Chancen stehen, dass jetzt in Berlin ein linker Leuchtturm mitten im Rechtshock entsteht.
00:02:11: Ich bin euer Host Lukas Andreker und ich wünsche euch viel Spaß mit Dissens!
00:02:30: Würde ich doch vorschlagen?
00:02:31: Lass uns mal loslegen.
00:02:33: Erstmal Gerin und Kalle.
00:02:35: Schön, dass ihr im Distance-Podcast dabei seid.
00:02:38: Hallo Ja hallo auch meinerseits.
00:02:40: Ja freut mich das ihr hier seid.
00:02:41: Genau wir wollen über die Wahlen in Berlin sprechen Die ja kurz bevorstehen Zeichnet sich ja einen Kopf an Kopfrennen habe ich glaube was klar ist es das die GroKo abgewählt werden wird, aber ob es zu einer progressiven Regierungsmehrheit reicht.
00:02:55: Das ist noch ungewiss und wie man am Ende vielleicht auch sicherstellen kann das wenn's nochmal Rot-Rot-Grün gibt dass die dann auch die Erwartungen die auch ihr als Zivilgesellschaft in den Politikwechsel habt dass sie das erfüllen.
00:03:08: Auch das wird diskutiert.
00:03:09: Ich habe euch beide eingeladen Ihr steht hier oder seid hier stellvertretend für die Kampagne Berlin zusammen Bewegungsübergreifendes Bündnis, das aktiv in den Wahlkampf eingreift mit dem zielenden progressiven Politikwechseln Berlin herbeizuführen.
00:03:28: Wir wollen auf jeden Fall über einiges sprechen.
00:03:30: für leicht mal von euch beiden zum Einstieg so einen Vibecheck zur Berlin-Wahl.
00:03:35: könnt ihr uns vielleicht auch unseren zuhörenden Stimmungspilte geben hier wie ist die Stimmung wenige Wochen vor der Wahl?
00:03:43: Wie nötig hat Berlin Politik wechseln?
00:03:46: und wir realistisch das ja vielleicht auch.
00:03:48: Also es ist so, dass wir erst man hätten und jetzt dann Berlin nehmen.
00:03:54: Ja, das ist eine spannende Frage!
00:03:55: Vielleicht können wir direkt aus der Stadt heraus antworten?
00:03:59: Wir haben in den letzten Wochen als Berlin zusammen noch einige Veranstaltungen organisiert, besucht.
00:04:07: Oberschöne Weideabrückenfest zum Beispiel in Köpenig besucht aber auch ganz viele andere Sachen Flyer verteilt und wir sind ja auch schon Gespräche mit dem Berlinerinnen und Berlinern gekommen.
00:04:20: Und was ich sozusagen aus diesen Gesprächen gerne mitgeben würde, ist definitiv dass aus dem Alltag der Menschen heraus ein Politikwechsel dringend notwendig ist.
00:04:29: Also das ist eine ganz zentrale Botschaft die bei uns auch ganz klar angekommen ist.
00:04:36: Die Menschen, mit denen wir sprechen sind enttäuscht von der Politik wie sie die letzten Jahre hier im Bedien geführt wurde.
00:04:44: Es gibt eine richtig schlechte Stimmung in der Stadt.
00:04:46: Die Mieten sind unbezahlbar es gibt kaum bezahlbare Wohnungen.
00:04:49: Das ist beeinflusst einfach den Alltag der Menschen und alle beschweren sich auch darüber natürlich dass jetzt CDU-geführte Senat einfach mit einem Versprechen angetreten ist de facto eine dysfunktionale Stadt hinterlassen hat.
00:05:08: Und diese Dysfunktionalität, die kommt im Alltag an und sie betrifft auch die Berlinerinnen und Berliner und genau diese Stimmung kriegen wir mit.
00:05:16: Das zeigt sich in der Mietenkrise besonders deutlich.
00:05:21: aber die Dysfunktionalität hat sich auf einen ganz anderen Bereich zum Beispiel an der Krise der Kultur Szene, an der Krise der Kulturstadt.
00:05:33: Berlin war immer ein Stadt oder sollte es sein, eine Stadt der Freiräume zu sein.
00:05:38: Eine Stadt sozusagen wo Kultur auch Menschen zur Verfügung steht, wo Kultur gefördert wird.
00:05:43: Wo tatsächlich die Wirtschaft und der Haushalt der Stadt von einer lebendigen Kultur profitieren.
00:05:49: Und genau da zeigt sich auch dass dieser Rückstritt in dem Bereich bei in der Stadt ankommt und in der Bevölkerung.
00:05:58: Aber ganz klar zeigt er sich auch in dem Vertrauensverlust, den der CDU geführte Senat.
00:06:05: Der Kultursenat hinterlassen hat und zwar mit der Fördergeldaffäre.
00:06:09: Und da ist sozusagen... Da sprechen auch Menschen tacheles und sagen ganz klar so geht es halt nicht mehr weiter.
00:06:15: Und so haben wir den letzten Tropfen Vertrauen, die mir in die Politik hatten tatsächlich auch verloren.
00:06:22: Das ist eine klare Botschaft.
00:06:25: Ich würde auch sagen, dass jenseits von den ganzen inhaltlichen Sachen zu denen Czern jetzt schon einiges gesagt hat.
00:06:32: Es ist schon beeindruckend mit was für eine Wurstigkeit dieser Senat in den letzten zwei, drei Jahren Politik gemacht hat.
00:06:41: und dann noch mal in den vergangenen Monaten diese besagte Fördergeldaffäre wo frei händig auf massiven Druck aus der Fraktion Geld dafür Antisemitismusprävention an Projekte verteilt wurden, die zum Teil ziemlich dubios sind über das regierende Bürgermeister und seine Kommunikation danach bei diesem Stromausfall.
00:07:04: Das sind ja alles sozusagen auch so Ausdrücke von einer bestimmten Form politischer Kultur.
00:07:09: aber dann auch wo sich das sehr eng verquickt ist bei dieser ganzen Frage wie sind eigentlich diese Kürzungen durchgesetzt worden?
00:07:19: in absoluten Hinterzimmern irgendwie völlig sachfremd, also mal unabhängig davon wie man zu den Kürzen und insgesamt steht.
00:07:26: Völlig fachfremde Tabellen zusammengeschustert wurden wo dann alles gekürzt werden soll, wo im Nachhinein klar geworden ist zum Beispiel in bestimmten Bereichen wollten sie Titelkürzen, der von Bundesgeldern kommt.
00:07:41: Das kann man gar nicht kürzen ist weil sozusagen sie das in dieser ganzen Konstellation auch von CDU und SPD dermaßen sozusagen angespannt war dass Sie das halt im allerkleinsten Kreis ausbaldowert haben und im Prinzip die gesamte Fachexpertise schon aus den eigenen Parteien und Fraktionen nicht rangezogen haben geschweige denn die Stadtgesellschaft es dann irgendeiner Form beteiligt hätten
00:08:08: Genau.
00:08:09: Und vor dem Hintergrund mit Blick auf die Zahlen ist das Rennen offen, es ist extrem offen.
00:08:17: aber wir als Berlin zusammen haben gesagt dass ein Politikwechsel eben auch nicht einen Austausch einer Koalition oder eines Senates sein kann.
00:08:29: Ein Politikwechsel muss im Alltag der Menschen hier spürbar werden.
00:08:33: Er muss was verändern er muss die Mietensituation verbessern muss gesellschaftlich Teilhabe verbessern, die öffentliche Infrastruktur.
00:08:42: Und deshalb kann es eben nicht beim Ausfascherelegium bleiben sondern das Rennen ist offen und es ist kein Selbstläufer wenn es einen progressiven Kritikwechsel geben wird, sondern der muss eben auch in enger Zusammenarbeit mit städtischen Bewegungen organisiert und gemeinsam erkämpft werden.
00:09:05: Ja, danke euch beiden mal für den Einstieg.
00:09:06: Lasst tatsächlich mal über euer Bündnis sprechen in Berlin zusammen!
00:09:10: Ihr habt die Kampagne ja im April gestartet.
00:09:13: Ich sagte ja schon an ein parteiunabhängiges Bündnis aber auch Bewegungsübergreifen.
00:09:19: Vielleicht könnt ihr immer sagen was ja dafür Akteure natürlich auch Mietenbewegungen oder vielleicht auch andererseits zusammenkommen in eurem Bündness und genau... bündelt Forderungen für einen progressiven Politikwechsel vor der Wahl.
00:09:34: Und trete mit der Forderung an die Parteien auch heran, dass sich einzelne Kandidatinnen auf diese sozialpolitischen Forderungs-Komiten und dann auch im Nachhinein Rechenschaft ablegen und dafür gibt Support im Wahlkampf.
00:09:48: Aber vielleicht könnt ihr noch meine eigenen Worten umreißen wie kam es dazu zu diesem Bündnis Berlin zusammen?
00:09:59: Was ist die Idee dahinter?
00:10:01: Kalle.
00:10:03: Genau, also der Ausgangspunkt der Überlegungen war... Also es gab schon länger Diskussionen darum was man von diesen Debatten unter dem Stichwort Municipalismus auch international diskutiert werden, was das für Berlin heißen könnte.
00:10:20: Und wir hatten dann, also insbesondere auch nachdem wie die Bundestagswahl ausgegangen ist bei unsere Einschätzung das wir gesagt haben dass wir eigentlich auch im internationalen Vergleich sogar eine Luxussituation quasi konfrontiert sind.
00:10:36: Also dass wir sozusagen linke Parteien haben die adressierbar sind und damit jetzt nicht nur die Linke gemeint sondern auch die Grünen Und wir gleichzeitig als Bewegungen jetzt nicht diesen Teil machen müssen, dass wir auch noch irgendwelche Wahllisten aufbauen müssen.
00:10:53: Was ja dann auch automatisch bedeutet das sozusagen Teile aus den Bewegungen von den Parteistrukturen, von den Staatsstrukturen absorbiert werden wenn man erfolgreich ist sondern dass wir tatsächlich das Verhältnis von außerparlamentarischen Akteuren und Bewegungen wie auch immer man es genau fassen will zivilgesellschaft zu den Parteien neu aushandeln kann.
00:11:14: Und da haben wir halt gesagt, dass dafür auf der einen Seite ein Set von – also wir haben viele Bewegungsforderungen.
00:11:20: Da können wir gleich auch noch mal was zu sagen wie wir da zu den fünf gekommen sind aber das wir jenseits dieser ganzen inhaltlichen Fragen eine zentrale Frage – wir nennen das strukturelle Forderungen haben.
00:11:32: Also quasi die Art und Weise außer parlamentarischer Akteure und die Parteien, Fraktionen zusammen oder kooperieren und kommunizieren, dass das auch eine verbindlichere Grundlage gestellt werden soll.
00:11:46: Und davon ist eben der Ausdruck... diese Forderungen zur weiteren Zusammenarbeit, wo wir auf der einen Seite sagen um das sozusagen auch sehr handgreiflich zu machen.
00:11:56: Alle drei Monate eine Veranstaltung in der über die Umsetzung der Forderung berichtet wird, die von uns ausgerichtet wird also die keine Bürgersprechstunden sind, wo irgendwie die Parlamentarierinnen sitzen und sich mal anhören was sozusagen ist sondern wo es sozusagen auch wenn der gesamten Abendweise das halt die Stadtgesellschaft einlädt dann dass die Parlamentarierinnen ihre Möglichkeiten nutzen, um auch Räume für die Bewegungen zu schaffen und dass sie ihre Möglichkeit benutzen, um die Themen der Bewegung zu kommunizieren.
00:12:28: Das sind jetzt alles keine Sachen, die es sozusagen noch nie gegeben hat aber die so explizit aufgeschrieben und als Vereinbarung fest geschrieben.
00:12:37: das hat's halt in der Form noch nicht gegeben Und für uns ist das auch ein total wichtiger Baustein, um zu sagen an den Türen zu sagen wir verlassen uns nicht auf ein paar Wahlversprechen die gemacht haben sondern wir werden danach auch dran bleiben was damit passiert.
00:12:53: Dass es angesichts der Politikverdrossenheit und der Art und Weise wie die Politiker in den letzten Jahren Politik gemacht hat glaube ich ein total wichtiges Signal.
00:13:03: Gleichzeitig haben wir gesagt dass wir uns als Bewegungen tatsächlich einschalten wollen und dass wir auch dadurch selber zu einem Machtfaktor in dieser Verteilung von politischer Macht werden wollen, indem wir eben diese Unterstützung nicht einfach ist.
00:13:16: Was ist es wo wir dann mal während einer oder vor einer Wahl uns sozusagen zur Verfügung stellen um damit an die Haustürn zu gehen sondern als eigenständiger Akteur auftreten können?
00:13:27: Und sagen können wir verfolgen das auch weiter und wir machen jetzt Erfahrungen damit was das heißt sozusagen für Mehrheiten in einzelnen Wahlkreisen zu sorgen.
00:13:36: Vielleicht kann ich noch regenzen.
00:13:37: Gerne!
00:13:38: Also Berlin zusammen ist ja auch aus einer bestimmten Erfahrung heraus entstanden und die, wir stehen ja nicht seit gestern hier und sind sozusagen als Akteurinnen und Akteure in der Stadt seit Jahren in Bewegungen
00:13:52: tief
00:13:53: und organisieren auf.
00:13:54: Und es gab... also Berlin war schon immer eine bewegungsstarke Stadt und Berlin war auch immer dann am stärksten oder auch am schlimmsten, wenn Bewegungen Politik mit organisiert haben und überhaupt Räume geschaffen haben, um Menschen ... ja, Menschenmöglichkeiten zu geben.
00:14:14: Darüber mitzuentscheiden wie sie als Mieterinnen, wie sie aber auch als Arbeitnehmerinnen, Wie Sie als Schülerinnen, die sie als Kulturschaffender, als Migrantin hier in dieser Stadt eigentlich ihre Teilhabe und Zugehörigkeit denken?
00:14:29: Was wir bei den letzten Jahren beobachtet haben ist, dass die Bewegungsstärke und die unterschiedlichen Bewegungszyklen eben nicht zu Durchsetzungsstärker geführt haben.
00:14:42: Und wenn wir das vor der Schablone oder vor dem Rechtsburg, vor dem rasanten Rechtsburg in Berlin mitten einer Metropole, einer kosmopolitischen Metrokole auch nochmal lesen dann bedeutet es eigentlich, also wir hören den Schuss sehr deutlich.
00:15:02: Also, achtzehn Prozent AfD in Berlin bedeutet etwas und das ist auch ein Signal, dass an uns gerüstet ist.
00:15:08: Ich musste ehrlich gesagt ein bisschen staunen, was ich das sag, weil ich dachte so okay... Wenn irgendwo nicht dann in Berlin, vielleicht zwölf Prozent oder so.
00:15:16: Und dann war so, whoa!
00:15:17: Achtzehn, neunzehnt Prozent?
00:15:18: Was geht?
00:15:19: In
00:15:19: einzelnen Umfragen stärkste Kraft.
00:15:21: Richtig und das macht uns Sorgen und das ist ein Signal.
00:15:24: Das müssen wir hören.
00:15:25: also jenseits dessen dass wir uns gerade natürlich über die Zahlen für die progressive Parteien freuen über Rot-Grün Hören wir aber gleichzeitig auch den Schuss, der in die andere Richtung sozusagen losgeht.
00:15:37: Und das ist ein Signal an uns.
00:15:38: Das bedeutet dass wir auch darüber nachdenken müssen wie tatsächlich Menschen auch gewonnen werden können für eine Politik, die auf der Seite der Solidarität ihre Geschichte erzählt und ihre Vorstellung von einem Zusammenleben in einer Stadt erzählt.
00:15:53: Wir wissen es ist nicht von heute auf morgen geschieht.
00:15:55: Aber wir wissen, dass es dafür neue politische Ansätze Schulterschlüsse und neue politische Räume bedarf.
00:16:05: Also das bedeutet auch, dass soziale Bewegungen tatsächlich nicht nur ihre Durchsetzungsstärke mit berücksichtigen müssen sondern auch neu darüber nachdenken müssen an wen sie sich eigentlich richten und für wen Sie Politik machen und wie sie in der Zukunft sich auch um dieses AfD-Problem kümmern möchten.
00:16:23: weil ob sie verboten werden oder nicht damit wird ja der Rechtsruck durch die Gesellschaft nicht bestoppt und darum müssen wir uns auch kümmern.
00:16:34: Und Berlin zusammen will versuchen, mit dem Konzept eine neue politische Kultur zu entwickeln und an den Haustürm oder auf den Veranstaltungen einer Erzählung von Solidarität zuteilen und die AfD sozusagen an den haustüren zu entlarven gestaltet ist.
00:16:57: oder für sie gilt tatsächlich eine neue Erzählung, einen neuen Raum aufzumachen.
00:17:01: Neue politische Organisierungsraum auch zu machen.
00:17:04: Das heißt da gibt es auch nochmal diese doppelte Erfahrung aus der wir heraus uns gegründet haben.
00:17:13: Ja ich finde super spannend die die Kampagne oder dieses Bündnis.
00:17:20: lasst mal Tacheles sprechen und auf den Stand schauen.
00:17:24: Also wenn man sich mal eure Forderungen anschaut, Kampf gegen den Mietwucher, Anmeldung für alle.
00:17:29: Bezahlbarer Nahverkehr, Gemeinschaftsschule, Enteignungsvolksentscheid umsetzen wollen vielleicht gleich noch im Detail über einzelne Sprechen oder wie ihr zu diesen Forderung gekommen seid als Bewegungsbündnis.
00:17:40: aber lasst mal kurz auf die Parteien schauen vor allem die relevanten Parteien die sowas mittragen können.
00:17:47: das ist natürlich Die linke das sind die grünen Und vielleicht noch irgendwie die SPD, wobei sie sich ja eigentlich gegen den Volksentscheid stellt.
00:17:57: Deswegen hätte ich mich interessiert.
00:17:58: Also Rot-Rot-Grün ist ja das Bündnis was wenn überhaupt so einen Politikwechsel voranbringen könnte.
00:18:04: also wie kommt das bei den Dreien an?
00:18:06: Super natürlich oder?
00:18:07: Genau!
00:18:08: Wir haben jetzt
00:18:09: tatsächlich erst einmal bis zu fünfzig Rückmeldungen von Grünen, Linken und auch der SPD die Interesse bekundet haben oder jetzt schon unterschrieben haben.
00:18:23: Das sind nach den ersten drei vier Wochen nach unserem Mailing tatsächlich erstmal.
00:18:30: das ist eine Zahl über die wir uns freuen.
00:18:32: Von den fünftig positiven Interessensbekundungen gibt es aber auch schon etliche die gesagt haben hey wir kennen euch schon Wir folgen euch seit einiger Zeit und wir finden es super.
00:18:44: Und wir unterschreiben schon, also das gibt es auch.
00:18:46: was wir sagen können ist dass die Spitzenkandidierenden von der Linkspartei und von den Grünen ausstammt unterschrieben haben.
00:18:53: Also sie sehen an unserer Seite und was vielleicht auch ganz Interessantes ist unsere Sätze zu betonen.
00:18:59: Wir machen ja einen Direkt-Balk, also wir machen ja ein Erststimmen-Wahlkampf und erststimmen Wahlkampf bedeutet, dass wir in erster Hinsicht die Parteien bewerben und die Direktkandidierenden, die wir unterstützen, die fühlen sich noch mal auf eine ganz andere Art und Weise angesprochen.
00:19:19: Und zwar eben als DirektKandidierende weil wir eben wahrscheinlich diese Strategie ausgewählt haben.
00:19:24: gibt es jetzt auch schon eine Unterstift von einem SPD-Direktkandidierenden
00:19:30: Und wie viele Unterschriften gibt's?
00:19:31: Weil ihr habt gesagt, Interessensbekundungen gibt es.
00:19:33: Aber es gibt auch Unterschriften.
00:19:35: also wenn man sich jetzt mal die Prognosen anschaut dann könnt ihr Link ja bei irgendwas zwischen zwanzig und sechsundzwanzig sitzen landen.
00:19:41: grüne vielleicht auch so zwanziger spd keine ahnung auch ein paar und jetzt habt ihr gesagt fünfzig interessen bekunden.
00:19:47: wie viel konkrete unterschrifte gibt es?
00:19:49: also leute sie wirklich committen zu diesen hearings die er auch einfordert und diesem austauschen im vorfeld und nach der wahl.
00:19:57: Ich glaube, ich würde das jetzt noch nicht sagen.
00:19:59: Weil wir damit einen Überraschungseffekt, den wir ja über Social Media und unsere Plattformsozialen öffentlich machen möchten vorwegnehmen würden.
00:20:09: Deshalb genau es gibt einige und mehr werden sicher auch noch.
00:20:15: Wobei man ja auch nochmal unterscheiden muss, also wir haben ja im Prinzip zwei Ansätze.
00:20:18: Auch weil wir selber von unseren Ressourcen begrenzt sind.
00:20:22: Also wir haben insgesamt vier Schwerpunktbezirke und da drin insgesamt sechs Schwerpunkts Wahlkreise Wo wir in einem sehr engen Kontakt mit den Kandidierenden sind, also auch schon über einen längeren Zeitraum.
00:20:37: Und das ist auch das Feld wo wir sozusagen dann auch im Rahmen dieser Vereinbarung sagen da gehen wir intensiver, sprechen vielleicht noch darüber auch an die Türen und gehen wirklich intensiv rein in die Wahlkreise.
00:20:50: und dann diese größere, quasi die Masse Das sind jetzt erstmal eine Adressierung, wo wir die Kandidierenden alle angeschrieben haben und gesagt haben wer unterschreibt.
00:21:02: Und wo das aber nicht in einem Zusammenhang steht mit dafür gehen wir für euch an die Türen.
00:21:07: also ich meine es kann natürlich immer noch passieren dass jetzt in den nächsten Wochen hunderte und tausende von Leuten sagen sie machen mit.
00:21:16: Und deswegen kann man das sozusagen noch ausweiten, aber erstmal denken wir dass für diese Schwerpunktbezirke und mit denen sind wir sozusagen auch schon in einem engen und verbindlichen Austausch und alles andere was da jetzt nach oben drauf kommt es kommt eben noch zusätzlich wobei man tatsächlich auch sagen muss also weil du vorhin die SPD angesprochen hast Also für die ist ja die Ausgangslage durchaus sagen wir mal widersprüchlich.
00:21:41: Also der Direktkandidat oder der Spitzenkandidaten sagt, er hält nichts von Enteignen.
00:21:47: Damit stellt er sich explizit gegen mindestens zwei Bestüsse seiner Partei, nämlich Parteitagsbestüsse eigentlich sogar gegen drei und das ist ein interessanter Widerspruch den man jetzt erstmal aushalten muss.
00:22:00: und deswegen haben wir auch bewusst die SPD-Direktkandidate dann angesprochen und gehen auch davon aus, dass das durchaus Debatten innerhalb von der SPD auslöst wo wir jetzt mal gespannt sind was da noch so ankommt.
00:22:13: Also, darum muss ja aus Eurer und aus Linker sich gehen.
00:22:15: Dass die SPD-Führung einknickt und dazu Sinn kommt oder zu Sinnen getragen wird, was die Vergesellschaftung angeht.
00:22:21: Denn für Die Linke ist das eine rote Linie wenn es um Regierungsbeteiligung geht und die steht da hoffentlich auch hart zu ihrer Linie.
00:22:26: und gleichzeitig braucht's natürlich auch die SPD.
00:22:28: allein mit den Grünen reicht es nicht.
00:22:29: also darauf wird es ankommt dass er die Berliner SPD-Spitze die zwar behauptet sie werde von der Bundes-SPD was das Eignungsverbot angeht überrannt worden die sich aber gleichzeitig selbst gegen Enteignungen ausspricht, dass sie eben einknicken.
00:22:43: Ansonsten sind wir so in Spanen-Vikänen ja CDU, Grüne und SPD oder vielleicht auch Neuwahlen.
00:22:48: Hätte mich interessiert wie schaut ihr da drauf?
00:22:50: Ich würde sagen das ist eine Situation, die wir auch politisch noch nicht so oft gesehen haben in diesem Land.
00:22:56: also sozusagen bis man auf eine Konstellationszuläuft Und das wird hochspannend und da glaube ich wird es auch darum gehen und das ist ja auch ein Teil von dem was wir hier machen dann in der Zeit nach dem September, also nach der Wahl auch sozusagen verbindlich in den Inhalten zu bleiben und zu sagen das hier sind eigentlich die Sachen, die mindestens umgesetzt werden müssen.
00:23:19: Und dann ist es in der Frage von der Vergesellschaftung auch an der SPD zu sagen ob sie den Schuss jetzt nach irgendwie so vielen Wahlen wo Sie an Stimmen verloren haben?
00:23:33: Ob sie dann eine Koalition scheitern lassen wollen gegen den Widerstand einer Mehrheit der Berliner oder sozusagen, gegen den Willen einer Mehrkeit der Berlierinnen.
00:23:43: Gegen die Beschlusslage ihrer eigenen Partei das wird man dann halt sehen.
00:23:48: aber da müssen natürlich auch alle anderen aktörer Standhaft bleiben.
00:23:52: in der Frage
00:23:54: Also vor dem Hintergrund um einfach nochmal auf Berlin zusammen zurückzukommen ist ein solches gesellschaftliches Bündnis dass deutlich macht Das sind die fünf Forderungen die entstanden sind aus der Stadtgesellschaft heraus.
00:24:05: Das ist den Schulterschluss von Menschen, die in der Stadt organisiert sind und die Einzelpersonen, die bisher nicht organisiert waren auch weiterhin organisieren möchten.
00:24:14: Und damit auch erfolgreich sind.
00:24:16: Mit diesem Schulterschluß wenden wir uns sozusagen an die Parteien und signalisieren das es ein Paket.
00:24:24: Es geht hier nicht um die Enteignungsfrage allein oder eine Vergesellschaftungsfrage sondern sie wird in direkter Verbindung auch zu einer Möglichkeit für Menschen ohne notwendigen Papiere oder ohne die notwendige Wohnung sich anmelden zu können.
00:24:42: Aber auch verbunden mit dem Recht auf Mobilität als öffentlicher Infrastruktur und das wiederum verbunden, mit einem Recht auf Gemeinschaftsschulen als einzig solidarischer Schulform für alle Berliner Kinder- und Jugendliche.
00:24:59: Das ist das Paket womit wir uns erneut spenden.
00:25:03: Direkt kandidierende, die dieses Paket unterschreiben bekommen dann natürlich auch die Unterstützung von uns und können sich dann hoffentlich auch gegen gegebenenfalls ihre Partei schwitzen.
00:25:12: damit ähm ja damit auseinandersetzen.
00:25:17: Darum geht es mal.
00:25:18: das ist das Prinzip und deswegen ist es ein offenes Prinzip und es eröffnet auch dadurch die parteiinterne Auseinandersetzungen der unterschiedlichen Flügel Und die werden ja nicht weniger nach den Wahlen sondern Dann werden Sie sich hier zeigen, in welche Richtung es Sie auch tatsächlich entschieden werden.
00:25:38: Ja, ja.
00:25:40: Na das wird auf jeden Fall spannend zu sehen!
00:25:41: Ihr sagtet ein SPD-Kandidat vielleicht werden sie auch noch mehr oder auf jeden fall spannend zu sehnen, inwiefern da eure Plattform die Koalitionsverhandlungen auch beeinflussen können und dann eben Druck auch auf eine SPD Führung machen kann.
00:25:54: Ausgang offen auf jedenfall aber... Ceren und Kalle, vielleicht nochmal kurz zum Wahlkampf.
00:25:59: Sag noch mal kurz in wie vielen Wahlkreisen wollt ihr dafür Leute Wahlkampf machen?
00:26:03: Weil ihr verspricht ja eben Wahlkumpfhilfe für Kandidatinnen die sich auf eure Forderungen verpflichten Und gleichzeitig habt ihr schon gesagt dass ihr mit begrenzten Ressourcen also manpower vor allem umgehen müsst und euch deshalb auf ja aussichtsreiche Schwerpunktwahlbezirke konzentrieren wollt.
00:26:20: Wie viele sind das denn und welche sind das?
00:26:22: Vor allem im Sinne des Ziels, um dass es euch ergeht.
00:26:25: Siege für schwarz oder siege für blau zu verhindern und eben rot-rot grün denkbarer oder möglicher zu machen.
00:26:32: Genauso der aktuelle Stand ist, dass wir in sechs Wahlbezirke reingehen.
00:26:36: Das sind Wahlbeziele die wir mit Zahlen und Daten beschlossen haben strategisch ausgewählt haben, die bis Februar uns zur Verfügung standen.
00:26:45: Das heißt Wir haben bis Februars uns Bundestagswahl-Ergebnisse, aber auch die Abgoltenhauswahl Ergebnisse.
00:26:56: Wir haben uns angeschaut wie die Dynamiken der lokalen Konflikte dort ausschauen und auf dieser Basis haben wir sechs strategische Fokus Wahlkreise definiert.
00:27:09: Die sind unsere Meinung nach vor allem und das bestätigen jetzt auch aktuelle statistische Zahlen immer wieder, dass wir da richtig lagen.
00:27:20: Wir haben uns fokussiert auf Wahlkreis Zwei und Wahlkreise Sieben in Tryptocöpenik.
00:27:27: Dort gibt es nämlich einen Kopf an Kopfrennen im Wahlkreist Sieben der Linkspartei gegen die CDU aber auch gegen die AfD.
00:27:35: In Wahlkreiste Zwei gibt es ein Kopf an den Kopfrenn der Linkspartei gegen die AFD.
00:27:41: Warte mal, jetzt bin ich kurz zueinander.
00:27:46: Ist es Wahlkreis Vier oder Drei in Lichtenberg, Claudia Engelmann?
00:27:49: Ehrlich gesagt, ich weiß aus dem Kopf nicht, aber die Hörerinnen werden wahrscheinlich auch nichts damit anschauen können, insofern sagen glaube ich die Personen.
00:27:56: Genau also wir hat unterstützen zum Beispiel in Lichenberg im Wahlkreist genau drei oder vier Claudia Englmann, die auch kopfern Kopf-Rendt gegen die AfD und auch die CDU rückt ihr da gefällig nah beziehungsweise sie hat auch in dem Wiederholungsschrank zwanzig Die gegen die CDU ihr direkt einen Mandat dort auch verloren.
00:28:16: Das waren neuen Stimmen sehr skandalös,
00:28:18: d.h.,
00:28:18: da bauen wir zurück übern.
00:28:20: Dann erobern wir hoffentlich auch zurück das Direktmandat von Affedita Sokka von den Grünen, die in Tempelhof Schöneberg Kopf und Kopf gegen die CDU rennt.
00:28:31: Und wir unterstützen in Pankow Louis Krüger der dort einen harten Wahlkampf gegen die AfD aber auch CDU austrägt.
00:28:41: Dann gibt es eben die Fragen, ob wir wem den noch weiterhin unterstützen.
00:28:46: Es sieht jetzt danach aus dass das oder Hassepass auch ein Pampou ist.
00:28:49: aber gegebenenfalls Wir haben ja gerade gesagt, dass die Liste auf flexibel ist.
00:28:53: Wir müssen sie ein bisschen offen halten.
00:28:54: Gegebenenfalls wird es auch eine weitere Grüme sein wieder in einem Randbezirk und zwar in Charlottenburg Die einen Kopf von Kopf rennen Das zeigen die aktuellen Zahlen gegen die CDU führt.
00:29:07: Das heißt du merkst, wir gehen nicht in die Wahlkreise in Mitte also im Inneren belehnt sondern wir konzentrieren uns auf die Randbezirke und wir wollen entweder verteidigen oder zurückgewinnen und wir machen keinen Kaliberlistnis unter Bruce Hiemenkandidierenden sondern entweder gegen die CDU oder gegen die AfD?
00:29:28: Genau die Frage hatte ich mir natürlich sofort gestellt naiverweise ne.
00:29:31: Also es gibt ja auch viele Bezirka wo dann halt irgendwie das Kopf an Kopf rennen zwischen links und grün zum Beispiel ist so.
00:29:39: Aber dass ihr genau da hinschaut, wo es links gegen rechts im weitesten Sinne nahe sei es irgendwie die Konservativen oder sei es die AfD und wo holt man was raus für einen progressiven Politikwechsel wirklich gut zu hören?
00:29:51: Das ist natürlich auch aus unterschiedlichen Gesichtspunkten haben wir da drauf geguckt.
00:29:55: Also das eine ist, dass es natürlich da wo die Gegeneinander antreten, auch die Parteistrukturen eher so aufgestellt sind, dass sie da sagen wir mal sehr intensiv an den Türen sein können oder einfach nach sehr aktiven Wahlkampf machen können.
00:30:07: Dass die eine Dimension und die andere Dimensionen ist auch, dass wir gesagt haben Wir kommen wenig von dieser Frage von welche Köpfe?
00:30:16: Weil dann kommt es ja auch in sehr große Diskussionen da rein, irgendwie unterstützt man jetzt sehen.
00:30:24: Sondern wir haben tatsächlich zunächst mal auf die Zahlen geguckt und haben gesagt auf dieser Grundlage wo ergeben sich da eigentlich Potenziale wo wir einen Unterschied machen können Auch um das dann gut begründen zu können warum wir jeweils in die Bereiche mit dieser Unterstützung reingehen Und wollten damit auch so ein paar Klippen, die da drin ja auch so ein bisschen angelegt sind dann auch zwischen den progressiven Parteien.
00:30:47: Die haben wir dadurch hoffentlich ein bisschen umschifft.
00:30:51: Genau, also Sinn macht ja unsere Strategie nur dort wo wir auch tatsächlich einen Politikwechsel im Wahlkreis herbeiführen können.
00:30:57: deswegen war der strategische Fokus auf KIP-Wahlkreise eben zentral für uns.
00:31:02: und da es einem progressiven politischen Wechsel geht ist das die Randbezirke weil die Rand Bezirken zeigen dass sie im Westen von der CDU dominiert sind, dort haben Sie die meisten Direktmandate und im Osten eben tatsächlich auch von der AfD.
00:31:19: Und mit der Linkshörter im Oßen zum Beispiel in Bayer-Kreis Sieben könnte man diese Umzingelung unterbrechen indem man Bayer Kreis-Sieben zurückkühlt und für die Linkspartei sichert weil es dann dort der Streifen sozusagen in den Randbezirk wieder rot eingefärbt würde und es nicht so eine Umzinglung gibt.
00:31:38: Der zentrale Punkt für uns gewesen ist strategisch.
00:31:42: Und dann ist das Herzstück, habe ich es richtig verstanden, ein Haustür-Wahlkampf klingeln und mit den Leuten quatschen?
00:31:48: Ja!
00:31:48: Und ihr seid ja im Austausch mit entsprechenden Parteien also für die Linke etwas der Haustüre Wahlkampfjahrsherzstück oder eines der großen Erfolgsformen in der vergangenen Wahlkämpfe... ...und der Landesverband ist zuletzt auch massiv gewachsen von achttausend auf achtzehntausend Mitglieder seit der Bundestagswahl.
00:32:05: Da werden wahrscheinlich auch viele in Rotem Westen unterwegs sein nämlich an Und bei den Grünen weiß ich es jetzt nicht, aber da wahrscheinlich auch viele, die an den Haustürmen klopfen werden.
00:32:12: Also wie stellt ihr da sicher, dass ihr euch dann nicht auf den Füßen steht?
00:32:16: Genau also.
00:32:18: der eine Punkt ist ja schon mal das wir sagen wir gehen eher dorthin, wo nicht die aktivistischen Kerne auch von den Parteien sind.
00:32:26: Genau das hat es gesagt.
00:32:27: Dadurch reduziert sich schon mal so ein bisschen die Frage von steht man sich da auf den Füßen und dann sprechen wir uns natürlich mit den Kandidierenden und ihren jeweiligen Wahlkampfteams ab dass wir halt gucken, dass es da sozusagen eine Aufteilung gibt also dass wir eh nicht zeitlich an denselben Orten unterwegs sind aber dass man eben auch guckt Welche Bereiche haben die sich vorgenommen?
00:32:50: Zum Teil haben sie ja auch, beschäftigen Sie sich ja schon viel intensiver damit und haben darüber ein detailliertes lokales Wissen.
00:32:58: Also da sind wir mit denen in einem direkten Austausch und dann sozusagen für uns zu entscheiden okay das sind die paar Zehntausend Haushalte darauf läuft es hinaus pro Wahlkreis wo diese nicht hinschaffen werden.
00:33:14: Das kann ja unterschiedlich.
00:33:15: die Kalkulation sein, dass man in Bereiche reingeht.
00:33:18: Die Soziale zum Beispiel, wo man sagen würde da gibt es einen Potenzial für die progressiven Parteien, die aber vielleicht kulturell dann nicht so richtig reinpassen oder sozusagen bisher halt irgendwie konservativ.
00:33:29: gewählt haben oder man geht in Bereichereien wo es Potenziale gibt, wo wir zum Beispiel aus den letzten Wahlen gesehen haben dass da ein Potenzial ist.
00:33:38: Wenn man sich das jetzt für Triptoköpen die zum Beispiel konkret anguckt was aber um die Wahl von Gregor Giziga ging der auch einen bestimmten Standing hat und wo quasi eine Aufgabe auch sein wird das quasi zu halten.
00:33:51: die Niveaus die erreicht wurden also das können so unterschiedliche Logiken sein nachdem wir uns das eben angucken dass man nicht an denselben Türen unterwegs ist, sondern es würde einfach eine solide Aufzahlung haben.
00:34:06: Das ist ja heute technisch gar nicht mehr so schwierig das irgendwie gut zu checken wo man jeweils schon war und da sind wir mit denen auch in einem engen Kontakt
00:34:17: gerne.
00:34:18: Genau zur Strategie des Absicherns können wir natürlich noch ergänzen Wahlkampf mitbetreiben, aber eher in Sinne von Haustür-Gesprächen.
00:34:35: Weil wir gehen mit einer anderen Erzählung an die Haustüren und wir gehen ja auch mit anderen Farben an die haustünen Und wir gehen als parteiunabhängigen Stadtgesellschaften an den Haustühlen und reden dort eben auch mit Menschen, die vielleicht auch bestimmte Verteil fahren erst mal allergisch reagieren, oder?
00:34:52: Wenn vielleicht weniger Türen euch ins Gesicht geschlagen wie so manchem Partei-Wahlkampfhelfer.
00:34:57: Könnt schon sein ja!
00:34:58: Ja genau.
00:34:58: und wenn wir dann dort entlarven welche Politik eigentlich die CDU hier in Berlin betrieben haben oder die GroKo?
00:35:05: Und wenn wir dort erklären zur was für einer Mietenkrise unsere Bezahlbarkeitskrise eigentlich die Groko in den letzten Jahren Politische Vertrauenskrise, die GroKo in der Nationalnilien-Billen geführt hat.
00:35:17: Dann ist es was anderes als wenn eine Partei an die Haustür geht und nicht der Mensch spricht.
00:35:21: Und wir haben Forderungen.
00:35:22: Das heißt unsere Erzählung funktioniert über unsere Forderung
00:35:25: und
00:35:25: vor allem über das Versprechen der Kandidierenden, über den Handschlag der Kandidierenden dass sie nach dem Wahlkampf mit uns gemeinsam in ihrem Wahlkreis für die Menschen trotzdem weiterhin zur Verfügung stehen werden.
00:35:42: daran mitarbeiten werden, dass es eine neue politische Kultur in Berlin etabliert werden soll.
00:35:49: Indem die Kandidierenden alle vier Monate in den offenen transparenten total niedrigschwelligen Kiezversammlungen zum Stand der Umsetzung der Forderungen tatsächlich Rechenschaft ablegen und für den Austausch zur Verfügung stellen.
00:36:05: Und das dort dann nicht Menschen an einen Pranger gezogen werden sondern das dort der Austausche organisiert wird Und das dort dann gegebenenfalls auch über bestimmte Zwinge, Koalitionszwänge.
00:36:15: Aber auch über die Perspektive der Menschen gesprochen wird, die eben einfordern was ist der Stand der Umsetzung?
00:36:23: Also diese Räume bedarf es und das ist das Angebot, was wir den Menschen an den Haustürn machen können anders als die Parteien.
00:36:32: Ja vielleicht kann man nochmal kurz auf die Perspective nach der Wahl schauen diese öffentlichen Hearings, die er da anstrebt in diesen Kiezversammlungen.
00:36:41: Was ist denn wenn aufgrund von irgendwelchen Koalitionszwängen und so weiter ... Die Leute halt nicht sich an ihre Versprechen halten oder nicht halten können?
00:36:48: Also so richtig gedruckt mittelab der ja auch nicht.
00:36:50: Wenn man's mal scharf formuliert andererseits... Ist das im Rahmen des möglichen einer parlamentarischen Wahl- und Demokratie natürlich schon mehr als man gewohnt ist ne?
00:37:03: Wo es keinerlei Formen des Austausches oder der Rechenschaft Und wenn es nur in so Hearings ist, wo es sowas nicht gibt.
00:37:10: Deswegen sagt vielleicht noch mal was ihr euch davon versprecht und was vielleicht auch ehrlicherweise vielleicht auch ja ... Was das nicht sein kann?
00:37:19: Also ich glaube, was es nicht sein können ist die Vorstellung dass wir darüber quasi unmittelbar den Senat kontrollieren können.
00:37:26: also das was wir da erstmal herstellen ist eine Beziehung zu Kandidierenden die im besten Fall danach auch im Parlament sitzen und dadurch Teil der Fraktion sind und sich da irgendwie einbringen Und natürlich bei Inhalten unsere, diese Vereinbarungen sind keine Verträge die Vertragsstrafen vorsehen wenn man sich an irgendwas nicht hält.
00:37:46: Das ist erstmal banal.
00:37:48: aber was ich halt schon sagen würde ist ja das was wir und das ist eine Wette also wir werden am zwanzigsten September sehen wie weit die aufgegangen ist dass wir durch unsere Praxis da vor Ort einen Unterschied machen können Und ich hatte das ja schon gesagt.
00:38:03: Ich glaube, wir laufen auf eine extrem dynamische Situation zu in der es total schwierig wird zu sagen okay das ist jetzt das was du zu.
00:38:10: also wir haben unsere inhaltlichen Forderungen klar formuliert und die sind auch alle so formuliert dass sie auf landesebene umsetzbar sind.
00:38:17: Also wir haben nicht gesagt Besteuert die reichen Vermögenssteuer einführen sondern wir haben über die Punkte so nachgedacht Dass Sie tatsächlich auf Landesebene gehen also quasi auf dieser Kompetenzebene kommt man da nicht raus.
00:38:30: Aber natürlich werden wir genau in diesen Hearings, geht es ja darum dann einen Eindruck zu kriegen versuchen die Leute wirklich unter den bestehenden Bedingungen.
00:38:39: Die wir alle noch nicht kennen also nach dem zwanzigsten das Maximum rauszuholen und daraus wird sich natürlich auch dann zeigen haben sie das Vertrauen verdient So.
00:38:49: Und wenn wir gezeigt haben, dass wir einen Unterschied machen können dann ist das ja schon relevant ob man sozusagen diesen Strukturen und den Menschen die da aktiv geworden sind und die dann zu diesem Treffen kommen.
00:39:03: Ob man mit denen in einem vertrauensvollen Verhältnis bleibt oder nicht kann schon einen Unterschied dafür machen wie es auch in fünf Jahren aussehen wird.
00:39:11: und ich würde sagen Das Konkret ist da dran, dass wir sozusagen das erste Mal eine Struktur versuchen aufzubauen die ein Gedächtnis hat.
00:39:23: Und zwar ein kollektives Gedechnis von Bewegungen und sie dann auch der Grundlage Bilanz ziehen kann in fünf Jahren sagen kann.
00:39:30: okay wie stellen wir uns jetzt dieses mal auf nachdem wir die konkreten Erfahrungen mit den Akteuren gemacht haben?
00:39:35: Genau!
00:39:36: Also ich würde auch sagen natürlich haben wir kein imperatives Mandat und wir sind auch kein gewähltes Gremium was es ja auch gibt.
00:39:44: Ja, vielleicht geht die Reise da mal hin aber irgendwo muss man ja anfangen.
00:39:47: Genau also wir sind ein niedrigschwelliger politischer Raum der eben dieses Gedächtnis schaffen soll, der aber auch einen Raum für Politisierung schaffen soll.
00:39:56: Also wenn Menschen darüber sprechen möchten dass sich an ihrer Miet-Situation nach wie vor nichts geändert hat dann soll das auch der Raum dafür sein.
00:40:06: Also was nicht ist, ist dass Berlin zusammen entscheidet ob die Abgeordneten, die ein freies Mandat haben und daran werden wir auch nichts ändern können.
00:40:15: Wollen wir ja auch gar nicht.
00:40:16: also es geht nicht darum das Berlin zusammen dann entscheidet auf bestimmte Abstimmungsverhalten korrekt verlaufen sind oder nicht korrektor laufen sollen.
00:40:22: Berlin zusammen organisiert Bäume Und damit bliegt es tatsächlich auch den Menschen die daran teilnehmen diese Debatten in eine bestimmte politische Richtung zu bringen oder eben auch nicht zu bringen.
00:40:35: Es ist mir auch noch mal wichtig zu betonen, weil wir sind nicht der Akteur.
00:40:39: Die Akteurenen sind tatsächlich die Berlinerinnen und Berliner, die teilnehmen
00:40:43: werden.".
00:41:00: Ja ihr Lieben!
00:41:01: Ich bin schon im Startloch für die Sommerpause deshalb hier kurz ein paar wichtige Hinweise.
00:41:07: ja ab nächster Woche bin ich tatsächlich für insgesamt vier Wochen raus.
00:41:11: da ist dann auch Podcastsommerpause am sechzehnten September.
00:41:15: dann bin ich wieder für euch am Start mit einer neuen Folge Dessenz.
00:41:19: In der Zwischenzeit geht ihr aber nicht leer aus.
00:41:21: Es gibt zwei Folgen von der Vastum-Crew, Inken und Valentin sind zurück aus der Elternzeit und schauen angesichts der Sachsen-Anhaltwahl die ja am sechsten September stattfindet.
00:41:32: Angesichts dieser Wahl und des erwartbaren Erfolges der AfD dort schauen sie gemeinsam mit Leuten aus Polen Brasilien und Israel darauf was sich machen lässt wenn Rechte regieren.
00:41:43: Zwei Folgen aus dieser dreiteiligen Serie gibt es tatsächlich vor der Sachsenanhaltwahl.
00:41:48: Die erste schon nächste Woche.
00:41:50: Genau, nach der Wahl dann, das hatte ich schon angekündigt vergangene Folge ein Wahl-Recap mit Sebastian und Nils von überrechts, ne?
00:41:58: Von den Freunden vom Überrechts-Podcast.
00:42:00: Und ja!
00:42:01: Dann bin ich auch schon wieder am Start.
00:42:02: für euch Also... Für euch bedeutet das nur eine Woche wo ihr mal nix auf diesem Kanal zu hören bekommt.
00:42:08: Da könnt ihr ein bisschen im Archiv dieses Podcast hier stöbern oder ihr macht halt mal was anderes.
00:42:14: Genau, ich hoffe das passt für euch.
00:42:15: Ich bin tatsächlich sehr urlaubsreif muss ich gestehen freue mich auf ein paar Wochen abschalten bevor es dann wieder hier weitergeht im Dessents-Podcast.
00:42:23: genau meine Gäste nach der Sommerpause sind unter anderem Robin Jasper zu seinem Buch Neocolonialer Kapitalismus und Eva von Relika mit der ich über ihre Faschismusanalyse spreche.
00:42:34: da dürft ihr schon gespannt sein.
00:42:35: alles klar soweit zur Sommerpause.
00:42:37: und jetzt noch der Hinweis ich habe die Verlosungsgewinne des letzten halben Jahres auf den Weg gebracht.
00:42:42: hab ich endlich geschafft aber Ich komme tatsächlich nur alle halbe Jahre dazu, seit ich böse.
00:42:47: Wer gewonnen hat das erfahrt ihr in den Show Notes dieser Folge.
00:42:51: klickt da doch mal rein und schaut ob ihr mit dabei seid.
00:42:54: Außerdem gibt es auch noch vor der Sommerpause die Goodies für die Fördermitglieder also genauer AgitatorInnen- und Apparatchicks unter euch.
00:43:03: Also für alle neuen AgitatorInnen und Apparatschicks bringe ich noch vor meinem Sommerurlaub die Distance-Beutel auf dem Weg.
00:43:09: mit denen dürft ihr dann sehr gerne durch eure Hut laufen Wieso?
00:43:13: Und jetzt zu guter Letzt noch der Aufruf, Distance zu fördern.
00:43:16: Dir gefällt was du hier hörst und du bist noch nicht dabei!
00:43:19: Du bist noch kein Fördermitglied von diesem Podcast hier und kannst es dir grad finanziell leisten dann mach doch unbedingt mit schließende Fördermitgliedschaft ab.
00:43:27: Es geht schon ab drei Euro im Monat.
00:43:29: Wir wollen jetzt wieder auf ´tausend Fünfhundert Fördermanmitglieder kommen sind gerade bei ´tausend Vierhundertneunzig.
00:43:34: Also ich hoffe auch wenn ich aus meinem Urlaub komme dann steht da ´Eins Fünf Null Null auf der Steadyförder Plattform wäre doch eine feine Sache.
00:43:43: Genau, mach also mit!
00:43:44: Du sorgst mit deinem Beitrag dafür, dass ich ein gutes Auskommen habe für die Zeit, die ich in dem Podcast stecke, das Dissens als Creative Commons kostenlos, werbefrei und unabhängig für alle zur Verfügung steht.
00:43:54: und nicht nur das – die Crew vom What'sToon-Podcast um Inken & Valentin, die supportest du mit deinen Beitrag auch.
00:44:00: Also geh jetzt oder nach der Folge in die Shownotes oder auf dissentspodcast.de Und mach mir das Fördermitglied.
00:44:07: Ich sag schon mal Danke.
00:44:24: So, und jetzt geht es weiter mit dem zweiten Teil meines Gespräches.
00:44:27: Mit Gerin Turkmann und Kalle Kunkel von der Plattform Berlin zusammen.
00:44:31: Sagt vielleicht noch mal schnell was bevor wir auf nochmal so ein paar Knackpunkte zu sprechen kommen wie zum Beispiel auch die angespannte Haushaltslage in Berlin?
00:44:41: Sag mal etwas zur Forderung.
00:44:42: ne ich hatte schon gesagt Kampf gegen Mietwucher Anmeldungen für alle bezahlbarer Nahverkehr Gemeinschaftsschule Enteignungsvolksentscheid umsetzen.
00:44:49: Die fünf Forderungen warum diese fünf?
00:44:52: Und wie seid ihr als Bündnis, dass wahrscheinlich aus verschiedenen Bereichen kommt?
00:44:57: Viel vielleicht auch aus der Mietenbewegung aber eben auch aus anderen Bereichen.
00:45:00: Wie seid ihr zu diesen Forderungen gekommen?
00:45:04: Also zunächst mal wir sprechen tatsächlich von uns als Plattform nicht als Bindness.
00:45:07: das ist vielleicht deswegen interessant weil tatsächlich keine Strukturen, Mitglied von Berlin zusammen ist sind.
00:45:15: Also sozusagen es sind jetzt nicht irgendwelche Organisationen-Mitglied von Berlin zusammen sondern aktive aus allen möglichen Organisationen oder auch Einzelpersonen sind in Berlin als Plattform aktiv und wir sind tatsächlich gestartet dass wir geguckt haben welche Forderungen gibt es so bewegungsseitig aber Ja, sagen wir mal so mit einem politischen Draufblick sind gerade aus einer progressiven Perspektive in der Stadt.
00:45:43: Haben dann davon erstmal fünfundzwanzig sozusagen eingegrenzt, konnten dazu tatsächlich auch eine Befragung machen wo wir so ne erste Einschätzung gekriegt haben und waren parallel natürlich die ganze Zeit mit den Bewegungen in Kontakt zu diesen Fragen arbeiten Und dann war es am Ende ein politischer Prozess.
00:46:05: Das ist ja immer das Problem an so linken Bewegungen, dass man sich eben nicht fokussiert weil alle Themen wichtig sind und deswegen kann man eigentlich keine fokassierte Kampagne machen.
00:46:16: Ich würde sagen Fünf ist schon das absolute Maximum.
00:46:18: also das merkt man wenn man einen Gesprächsleitfaden baut sehr konkret gerade.
00:46:22: Also das Fünf schon kommunikativ eine Herausforderung.
00:46:26: Manm Daniel hatte drei, ihr habt fünf!
00:46:30: sozusagen unsere Wunschvorstellung war drei, wir sind jetzt bei fünf gelandet und haben da tatsächlich dann auch so eine Mischung aus diesen Ergebnissen aus den Umfragen aber auch Feedback aus den Bewegungen was es eigentlich gerade also was ist heiß.
00:46:44: Und dann noch mal so inhaltliche Kriterien also was adressiert zu Fragen die Ohne sozusagen in so einen moralischen Antirassismus zu gehen, aber was adressiert zum Beispiel Fragen von konkreter Teilhabe?
00:46:58: Aber auch sozusagen breitgestellt.
00:47:01: Also dieses Anmeldung für alle ist halt etwas, was für Menschen ohne Papiere wegen Migrationshintergrund so relevant ist, aber auch für Obdachlose oder für Menschen die einfach in Berlin keine Wohnung finden und deswegen... Menschen auf der Couch schlafen, aber keine Meldadresse haben.
00:47:15: Also sozusagen ist es breit aufgestellt die Mietenkrise als zentrale soziale Auseinandersetzung, aber auch sowas wie die Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs durch die Konzerne um dazu sagen dieser ganzen ökologischen Frage nochmal eine klassenpolitische Dimension zu geben.
00:47:30: also das waren so die Überlegungen dass quasi auf der einen Seite was sind die Themen die mobilisierungsfähig sind Was sind Themen, die eine bestimmte gesellschaftliche Perspektive in den Themen selber drinsteckt?
00:47:46: Und deswegen dann eben auch nicht ne allgemeine Wahl für die Demokratie und gegen die AfD.
00:47:53: Weil das glauben wir, dass funktioniert nicht.
00:47:55: wenn nur an der Tür klingelt wo Menschen sind, die sozusagen abgefuckt sind von der Art und Weise wie Demokratie für sie funktioniert hat und deswegen vielleicht mit der Idee Lieb Eugeln die AfD zu wählen, dann machst du da keinen Stich mit der wählen nicht die AfD sondern da musst du über die konkreten Themen ins Gespräch kommen und dann sagen ja warum.
00:48:17: Machen wir aus dieser Perspektive diese Vorschläge und glauben, dass zum Beispiel die AfD wenn dann das Thema drauf kommt, die eben keine Lösung dafür darstellen.
00:48:26: Also sozusagen das war so die Perspektiv unter dem wir diese Forderung zusammen gesammelt haben Und wir stellen jedes Mal wieder schmerzhaft fest, also wir hatten ganz zum Schluss hatten wir zum Beispiel Die Diskussion zwischen Schule Also zwischen der Schulforderung und einer Gesundheitsförderung, nämlich Polikliniken als Alternative für private Arztsitze.
00:48:50: Was tatsächlich ein Thema ist gerade in den Bereichen außerhalb des Rings und auch im Osten der Stadt Und haben uns dann aus bestimmten Gründen für das Schulthema entschieden.
00:49:01: Das erleben wir jetzt aber zum Beispiel schon in Treptokopinik, dass da eigentlich ein heißes Thema ist.
00:49:06: Also man zahlt einen Preis für diese Fokusierung.
00:49:09: Aber es ist eben diese Fokussierungen geworden damit man dazu auch noch fokussiert kommunizieren kann.
00:49:15: Ja vielleicht nur als eine Ergänzung.
00:49:17: also unsere Forderung sind verbindend und sie werden dementsprechend auch getragen von den Bewegungen in der Stadt weil es Forderungen sind die sie in den letzten Jahren entwickelt haben, zu denen Sie Fahrexpertise auch geschaffen haben und zu denen sie eine tragende Gesellschaft, die diese Forderung einfach trägt.
00:49:41: Und auch Vertritt geschaffen hat.
00:49:45: Für uns war klar es muss auf landespolitischer Ebene umsetzbar sein Sie müssen transformativ sein.
00:49:50: Das heißt, strukturell verändern und öffnen auch für darauf aufbauende Kämpfe.
00:49:56: aber auch sie müssen im Alltag konkret verändern können also im Alltag der Menschen müssen sie zur Verbesserung führen können.
00:50:02: das waren die Kriterien unter denen wir eben in gemeinsamen Prozessen zu diesen Forderungen gekommen sind.
00:50:09: gerne und zu diesem letzten Punkt ja das war also ich erinnere mich wie schwierig es doch war tatsächlich diese fünfte Forderung zu entscheiden.
00:50:17: Aber das Gute, du hast das Beispiel Tritokypnik gegeben, vielleicht kann ich da ergänzen?
00:50:21: Es gibt dann trotzdem den guten Kompromiss und es wird zum Beispiel mit dem kandidierenden Hans Kromre, der für die Linksparteien Wahlkreis sieben antritt diese Situation hatten wo wir über die Ärzteforderung oder die Forderungen nach Polyclinic ärztlicher Versorgung, Ärztenversorgung gesprochen haben und wir dann natürlich gesagt haben okay Aber du als Kandidierender vertrittst ja diese Forderungen, du machst sie sehr stark und stehst dafür ein.
00:50:46: Und diese Föderung ergänzt dann eben auch unsere Forderung.
00:50:50: Das heißt da gibt es natürlich trotzdem den Kompromiss das wir an den Haustürn auch sagen können.
00:50:55: Bitte also nimm mit diesem Gesicht könnt ihr erst einmal die AfD hier aus eurem Wahlkreis fernhalten.
00:51:02: Das ist eure unseres strategische Wahlempfehlungen!
00:51:05: Das ist das Gesicht für einen solidarischen Offenes-Billy und gleichzeitig derjenige, der für eine gute Ärzteversorgung für euch hier in eurem Wahlbezirk kennt.
00:51:16: Insofern gibt es dann auch diese Ergänzelnen?
00:51:20: Ja spannend darauf zu sehen was von Aushandlungsprozess das war.
00:51:24: Lasst mal auf den angespannten Haushalt im Berlin schauen denn berlin bezahlbar zum machen das würde Geld kostenmal mehr mal weniger.
00:51:32: also so ein Enteignungsvolksentscheid der lässt sich ja kostenneutral durchführen wenn das klappt wie die Initiative sich das vorstellt so dass das über die Zeit über die Mieten, die Enteignungssummerein gespült wird.
00:51:44: Ich denke auch so Sachen wie Kampf gegen den Mietwucher da Behörden zu ertüchtigen sind jetzt nicht die Unsummen, die man da finanzieren muss genauso Anmeldungen für alle aber sowas wie bezahlbarer Nahverkehr zum Beispiel.
00:51:55: und wenn ihr das ernst macht mit neun Euro Ticket und wenn es dahingehen soll ich habe das nur so grob recherchiert aber dann könnte sich so eine halbe Milliarde handeln die der Berliner Haushalt zuschießen muss damit die Verkehrsbetriebe das tragen können oder die BVG Genau.
00:52:09: und gleichzeitig ist Berlin auf einer Art Pleite.
00:52:14: Es gibt wenig finanziellen Spielraum, das bedeutet was für eure Forderungen auch so ein rot-rot grünes mögliches Bündnis?
00:52:22: Wie lässt sich da überhaupt Geld auftreiben für eine rote Metropole die euch vor schwebt?
00:52:29: Welche Möglichkeiten gibt es da die vielleicht noch nicht ausgeschöpft sind?
00:52:32: welche Ideen seht ihr bei den Parteien zum Beispiel der Linkspartei aber ich habe doch selber gerade schon etwas angesprochen also nach Verkehr subventionierend durch Konzernbesteuerung, keine Ahnung was ihr damit meint so.
00:52:42: Aber ja vielleicht sagt mal allgemein etwas zu dem Thema, was das für eure Forderungen und deren Umsetzung bedeutet?
00:52:49: Und auch für einen Rot-Rotgrünes Regierungsbündnis dieser angespannte Haushaltslage in Berlin.
00:52:56: Genau also grundsätzlich würde ich sagen klar diese Haushaltsituation kann man nicht wegreden und deswegen wäre meine ganz globale Einschätzung dass diese Koalition Keine Verteilungskoalition, damit sage ich nicht keine Unverteidigung.
00:53:14: Aber keine Verteillungskoalition ist in denen sozusagen, also so aus dem Jahr zwei Tausend Sechzehn bis ein Zwanzig war die Lage das tatsächlich Überschüsse gab von dem man dann gucken konnte wie macht man damit sinnvolle Projekte?
00:53:25: Sondern dass sich in dieser Koalition sehr stark eher die Machtfrage und damit qualitative Fragen.
00:53:30: Also sowas wie zum Beispiel jetzt was in dieser Mietenforderung drin steckt Die Ertüchtigung Das Gesetze die schon existieren Und die quasi täglich vor aller Augen gebrochen werden, also jeder kann auf Emo Scout gehen und sich jeden Tag angucken wie nicht nur die Mietpreisbremse verletzt wird sondern ein Mietwucher im Ausmaß.
00:53:52: Jeder kann in Prenzlauer Berg an eine x-beliebige Adresse gehen und kann die Anzahl der Schlüsselboxen durchzählen und weiß da wird gerade ... Da werden Ferienwohnungen gemacht obwohl es verboten ist.
00:54:03: Vor aller Augen passiert das und Gesetze, die für die Mieterinnen da sind werden nicht umgesetzt.
00:54:09: Weil der Staat sich der Handlungsentfähig gemacht hat.
00:54:12: Und sozusagen so folgt auch ein bisschen die Logik von unseren Forderungen.
00:54:16: Das war eine Debatte, die wir durchaus hatten.
00:54:18: Inwiefern wir diese Schere bei uns mit reinnehmen?
00:54:21: Wir haben es dann irgendwo in unserer Mitte getroffen.
00:54:25: Gleichzeitig gibt's natürlich diese Ebene finanziellen Spielräumen nicht ausgeschöpft werden, also die Finanzämter tragen massiv nicht eingetriebene Steuerschulden vor sich her.
00:54:38: Die Grunderwerbssteuer ist in Berlin niedriger als in Brandenburg.
00:54:42: Die Gewerbesteuer isst in Berlin niederger als in brandenburg.
00:54:47: Also das gibt es alles Punkte, wo man dran kann.
00:54:48: Das sind glaube ich auch
00:54:49: Sachen an die Elef R. Alp dran möchte, Grunderwerbsteuer?
00:54:53: Ja ja, das ist jetzt nichts was wir sozusagen neu erfinden müssen.
00:54:57: da sind die zum Teil.
00:54:58: also wir müssen ja auch nicht so tun als hätten wir jetzt die gesamte Expertise.
00:55:02: also da arbeiten bei denen Arbeitsgruppen dran wo die Ideen zu haben die sehr viel tiefer darin sind als wir.
00:55:08: aber wir haben jetzt zum Beispiel bei dieser Nachverkehrsgeschichte da haben wir uns das halt angeguckt und es gibt halt auch europäische Beispiele.
00:55:16: Also weil da immer die Frage ist, welche Kompetenzen hast du eigentlich?
00:55:19: Was kannst du so sagen.
00:55:20: Wo kannst du als Stadt oder Land?
00:55:22: Ist ja Berlin Gott sei Dank dran!
00:55:24: Und das gibt es eben als eine Variante, dass du Konzerne oder Unternehmen beteiligst an der Bezahlung des Nahverkehrs.
00:55:31: Weil die eben davon auch profitieren, wie das umgelegt werden kann und deswegen haben wir das da auch reingeschrieben.
00:55:37: Als eine Variant, wie man sozusagen dazu setzliche Gelder erheben also sozusagen locker machen kann damit eben der Ausbau des Nah Verkehrs oder das Billiger Machen des Nah Verkehrs nicht nur von den Nutzerinnen und Nutzern getragen wird und nicht einfach nur auf dem Landes.
00:55:53: Haushalt geht.
00:55:54: Also genau in dieser Logik funktionieren diese Sachen und natürlich ist es.
00:55:58: aber am Ende muss man sich das genau, also muss man nach dem zwanzigsten eine ziemlich genaue Bilanz ziehen und muss sich angucken kann es gelingen, sozusagen diese qualitativen Projekte zu machen und hat man eine Perspektive für seine Haushaltspolitik.
00:56:13: Jetzt aus Perspektives einer Koalition, einer progressiven die es ermöglicht sozusagen halt nicht in so eine Kürzungs-Arie einzusteigen.
00:56:22: also das wird die große Herausforderung werden klar.
00:56:26: Genau!
00:56:27: Also vielleicht kann ich noch einen Punkt ergänzen?
00:56:30: Also wie Kalle schon gerade gesagt hat, das geht nicht darum dass wir jetzt den Haushaltsplan für eine progressive Regierung aufstellen.
00:56:36: Da sitzen die Experten an anderer Stelle und es ist auch eine wichtige Arbeit die sie in den nächsten Monaten präsentieren werden.
00:56:45: aber was uns wichtig ist, dass die politische Zuspitzung und die politischen Handhabungen dieser Problematik.
00:56:52: Das heißt wir können ganz klar die politische Forderung ausstellen, dass anders gespart werden muss.
00:56:59: Also wir können nicht wegreden das es Probleme gibt, dass es ein Haushaltsplan gibt und auch Haushaltsengpässe gibt.
00:57:06: Das wird nicht weggeredet werden.
00:57:07: Können wir das wegrede?
00:57:09: Der lübt tatsächlich!
00:57:11: Aber was wir einfordern ist eine progressive und eine linke Handhabung mit der Finanzpolitik.
00:57:17: Und das bedeutet für uns natürlich, dass an anderen Stellen gespart werde muss.
00:57:20: also Wir wissen auf Bundesebene, dass auch einmal ein Konjunkturprogramm entwickelt und freigegeben werden konnte.
00:57:28: Das heißt eine GroKo gemacht.
00:57:29: das heißt wir müssen da auch überprüfen was am Landeshaushalt tatsächlich möglich ist und was auch überprüft werden muss.
00:57:37: die Frage okay müssen wir jetzt wirklich in Olympia investieren und weitere große Prestige Projekte?
00:57:42: Da würden wir eindeutig sagen nein natürlich nicht!
00:57:44: Das Geld muss und andere muss in die öffentliche Infrastruktur investiert werden Krossenspielige Präzischobjekte, wie auch Olympia und das ist ja auch ein Streitpunkt.
00:57:54: Also das darf man nicht unterschätzen.
00:57:56: Unterschätzen es gibt Handlungsspielräume und alle Handlungspielräume müssen tatsächlich umgelegt werden Und die Handungsspielläume müssen exakt definiert und dann auch ausgenutzt werden.
00:58:09: Könnt ihr euch eine Situation vorstellen, in der eine progressive Koalition was Bestimmtes umsetzt und weil das umgesetzt wird.
00:58:17: Und dass ist auch etwas Positives wie zum Beispiel ein Mietendeckel für die landeseigenen Wohnungsunternehmen, was ihr jetzt nicht in den Forderungen drin habt.
00:58:23: Das ist etwas, was eine Milliarde kosten würde als Schätzung so.
00:58:28: Das hat die Linksparteienprogramm.
00:58:30: Die machen das, sondern fehlt aber Geld z.B.
00:58:33: für einen neuen Euro-Ticket.
00:58:35: Macht ihr denen dann Feuer unterm Arsch oder?
00:58:39: Berätes Schweigen.
00:58:41: Ja, das werden die schwierigen Diskussionen.
00:58:44: Genau oder beziehungsweise die Frage umgedreht hatte ich euch die Frage warum habt ihr das eigentlich nicht in euren Forderungen?
00:58:49: Also diese zwei Fragen, warum habt Ihr es sich in eurem Forderung?
00:58:51: Das würde ja auch ganz viele Leute ganz konkret entlasten noch dazu den Mitspiegel insgesamt drücken mieten ist das Thema Nummer eins im Berlin genau?
00:59:01: und ja die zweite Frage natürlich wenn da vielleicht finanzielle Anspruchsvolle vorhaben, gegeneinander stehen.
00:59:09: Wie blickt ihr darauf auf dieses Szenario?
00:59:12: Ja das eine ist ja das was Czern vorhin schon gesagt hat also dass es vor allen Dingen... Also das was wir leisten können.
00:59:19: Wir können jetzt nicht alle Dilemmata die sozusagen politisch entstehen irgendwie wegreden.
00:59:26: Das was wir leisten können ist wie eine Strukturaufbau in der diese Diskussion anständig geführt werden kann.
00:59:33: Das gilt sowohl innerparteilig, also sozusagen die Parteien müssen sich da ja auch überlegen wie sie da ernsthaft quasi ihre Prozesse so organisieren.
00:59:43: Ergebnis auf eine Diskussion führen können.
00:59:45: Und das gilt aber auch gegenüber den Bewegungen und den außerparlamentarischen Akteuren, dass es da überhaupt möglich wird diese Dilemma Situation anständig zu besprechen und eben nicht, dass dann sozusagen sich de facto drei Fraktionsvorsitzende zurückziehen und dann irgendwann mit einer Liste zurückkommen in denen die Sachen halt fertig sind.
01:00:07: Und deswegen fällt es mir jetzt schwer, da sozusagen auf einer inhaltlichen Ebene zu sagen ja das eine dürfen und das andere dürfen nicht oder sie müssen irgendwie beides möglich machen oder sonst irgendwas.
01:00:15: ich glaube das macht keinen Sinn sondern sehe dass was man leisten kann ist sozusagen Räume zu schaffen in denen das anständig diskutiert werden kann.
01:00:24: Ja
01:00:25: und das was man auch schaffen kann ist eben in diesen Räumen die Entscheidungen auch schwierige Entscheidungen die wegen knappem Haushalt Koalitionszwängen, Sachzwängen tatsächlich auch anders erst mal aufgebohrt werden müssen zu verhandeln.
01:00:41: Also auch schwierige Entscheidungen sollen ja in diesem Räumen gemeinsam diskutiert und dann dementsprechend auch getragen werden.
01:00:49: also darum geht es.
01:00:51: ein Leuchtturmprojekt wird ausstrahlen mit transformatorischer Politik die den Alltag der Menschen verändert.
01:00:59: aber ein progressiver Leuchturm muss insgesamt ja auch von einer gesellschaftlichen Linken und von diesen Räumen, und von der Befälgerung getragen werden.
01:01:10: Und dazu gehört auch das Tragen von diesen schwierigen Entscheidungen an.
01:01:15: Ich finde du hast es jetzt besonders schwierig gemacht – das ging haben wir natürlich auch geschwiegen, weil du das eine gegen das andere sozusagen in totale Konkurrenz gesetzt hast!
01:01:24: Das ist ja auch eine schwierige Situation aber ich glaube Qualität Es geht ja darum, dass man die Legislaturperiode betrachtet und das sind erstmal fünf Jahre.
01:01:33: Und Politik funktioniert eben auch nicht hoppla dihop sondern eben auch in diesen fünf Jahren.
01:01:38: und da sende ich es zum Beispiel auch wichtig tatsächlich auch zentral zu erfahren wie Fahrpläne für diesen Zeitraum aussehen und sie können ja auch erst mal beginnen.
01:01:54: also mein Euro-Ticket bedeutet nicht die totale Das totale Neueuroticket, sondern wir brauchen einen Fahrplan.
01:02:01: Und wie am Ende sozusagen dieses Neueurticket auch aussehen kann oder die Einführung dieses Neuertickets auch aussehen können.
01:02:07: und dazu kann auch gehören, dass man in den ersten Schritten dieses Neueroticket erst mal für eine bestimmte Gruppe von Menschen zur Verfügung stellt und sich das dann weiter öffnet.
01:02:18: Und dann ist es wiederum ein gestalterischer Prozess nicht dieses Entweder das eine oder das andere.
01:02:24: Im Prinzip, als politisches Prinzip gilt dieses Paket der Fünfsforderung als Geschlossenspaket.
01:02:30: Und daran können wir auch trotzdem festhalten – als Begegnungen zusammen!
01:02:34: Ja, ja zwei vielleicht können wir mal einen kleinen Ausblick wagen auf den Tag nach der Wahl.
01:02:44: Kalle du hast das schon richtig glaube ich eine hochdynamische Situation beschrieben die wir da erleben werden.
01:02:51: was sind aus eurer Sicht?
01:02:52: weil ich bin ja wirklich in Berlin Nup so.
01:02:56: Da kann ich viel von euch lernen, was sind aus eurer Sicht die Szenarien oder welche Szenariens diskutiert ihr da?
01:03:02: Was zum Beispiel Koalitionsverhandlungen angeht und wenn es darum geht einen wirklichen Politikwechsel zu schaffen.
01:03:08: Und da gibt's ja auch negative Erfahrungen in der Vergangenheit.
01:03:12: Zum Beispiel die rot-rote Koalition in Berlin zwischen zwei Tausendzwei und Zwei Elf.
01:03:18: Die Massivkürzung durchgesetzt hat und Wohnungen verkauft hat usw.
01:03:24: Und euer Programm sind ja in gewisser Weise Mindestbedingungen für ein linkes Regieren, eine linke Transformationen der Metropole in der Hauptstadt.
01:03:34: Wie würdet ihr die Frage beantworten?
01:03:36: Wann soll die Linke nicht regieren?
01:03:38: und weiß ich nicht ist lieber auf Neuwahlen ankommen lassen oder auch halt vier Jahre lang weiter Stillstand oder eine andere Koalition?
01:03:50: Also es steht ja, was vielleicht auch noch offen ist.
01:03:52: Hätte mich eure Perspektive darauf interessiert, ne?
01:03:54: Ist irgendwie Kenia so?
01:03:56: also tun die Grünen vielleicht dann doch ein Bündnis mit der CDU und mit der SPD suchen gerade wenn sie's vielleicht aus einer stärkeren Position heraus machen.
01:04:07: Genau!
01:04:07: Vielleicht mal aus eurer Sicht... Was sind aus eure Sicht Szenarien und wann würdet ihr lieber keine linke Koalition sehen als eine schlechte.
01:04:15: Das war jetzt kurz vor Christian Lindner, ne?
01:04:17: Na ja die Linke
01:04:18: schreibt sich auf die Fahnen.
01:04:19: wir wollen verändern und nicht regieren.
01:04:21: ums regieren willen und ich hoffe sie halten das durch mit der Rotendienier Volksentscheid.
01:04:27: so na klar.
01:04:29: dann ist die Frage wie macht er SPD mit oder nicht?
01:04:31: also wenn ich das ganze in Szenarien denke dann denke ich ja weniger von was es jetzt mit welchem worst possible out kam kann ich irgendwie noch leben sondern ich finde, man muss erst mal von der Perspektive her denken.
01:04:45: Dass man sich von einem worst possible Outcome nicht Kirre machen lässt.
01:04:49: Also das ist ja eigentlich die Situation auf die du zuläufst in Koalitionsverhandlungen.
01:04:56: Und jetzt will ich... also weil wir kriegen inzwischen schon mit des DWE gar nicht das einzige Thema ist aber es ist natürlich ein großes... Aber deswegen will ich's auch gar nicht so sehr fokussieren, sondern tatsächlich und das is ja auch ein Teil unseres Projekts Erweitert das Linksparteiprojekt, sondern unser Kontakt zu den Grünen ist sehr ernsthaft.
01:05:15: Und wie gesagt die SPD haben wir auch angeschrieben.
01:05:18: mit denen ist es halt komplizierter aber auch mit denen sind wir im Gespräch und aus unserer Perspektive geht es darum dieses Paket denkbarzumachen und sozusagen auch Situationen und das ist ja ein Teil von so einem Echte Aushandlungsprozesse möglich zu machen, also das ist ja dann in diesem politischen Spiel oft so funktioniert.
01:05:40: Dann ist es drei Uhr nachts und dann muss man das Ding halt irgendwie zumachen und dann verständigen wir uns sich auf irgendein Gullschick mit dem jeder leben kann der am Ende meistens bedeutet dass die Bewegungen hinten runterfallen Und das wäre quasi immer die erste Situation.
01:05:55: Ist man eigentlich bereit sozusagen bestimmte Sachen auch mal offen zu lassen, damit das so eine offene Auseinandersetzung werden kann.
01:06:03: Und da... Das ist ja genau ein Teil für den wir gerade vorbauen.
01:06:07: Zu sagen wie kann man eigentlich diese Debatten in der Stadt dann wirklich offen führen?
01:06:11: Wenn irgendwie klar ist jetzt nehmen wir doch wieder DWE, dass sozusagen der Abschluss der Koalition oder einen Koalitionsvertrag daran hängt, das nicht unterschreiben will, unter Bruch der Beschlusslage ihrer eigenen Parteitage.
01:06:29: Das ist ja erst mal eine offene Situation und das ist erstmal sozusagen das Szenario.
01:06:37: was ich denke dass ich glaube wir werden da auf ziemlich zugespitzte Verhandlungssituation zu laufen und die entscheidende Herausforderung wird eigentlich sein, wie können wir uns als gesellschaftliche Linke also sozusagen nicht parteimäßige Linke da drin irgendwie einschreiben?
01:06:52: Was aber voraussetzt auch dass diese Auseinandersetzungen nicht so geführt werden das sie dann sozusagen direkt am Verhandlungstisch irgendwie immer zugemacht werden mit irgendwelchen schlechten Kompromisslösungen.
01:07:03: Vielleicht kann ich noch mal aus anderer Perspektive auf deine Frage Lukas antworten.
01:07:07: Gerne!
01:07:07: Ich versuche es jetzt einfach.
01:07:09: Deine Frage ist tatsächlich, ist die entscheidende Stelle?
01:07:13: Und zwar auch im Kampf gegen die AfD und in dem Kampf gegen eine Machtübernahme von gesichert Rechtsextremen.
01:07:21: Und zwar nicht nur in Sachsen-Anhalt sondern perspektivisch für Berlin weil wir kennen die Zahlen.
01:07:28: natürlich haben hier in Berlin eine polarisierte Situation.
01:07:32: Wir haben gerade eine knapp vierzig Prozent für Schatzblau Das ist nicht wenig.
01:07:40: Wir haben in Sachsen-Anhalt eine extrem bedrohliche Situation und diese Situation überträgt sich auch auf dem Bund, und wir haben einen neuen zwanzig Bundestagswahl.
01:07:50: So ich würde appellieren an die Sozialdemokratie wenn sie ihre Zahlen aktuell bei zwei Prozent ernst nehmen wollen Da müssen sie sich wirklich jetzt am Riemen packen und tatsächlich auch die Verantwortung ernst nehmen.
01:08:02: Eine Machtübernahme der Blauen, aber auch eine schwarz-blaue Konstellation zu verhindern indem Sie einen progressiven Leuchtturmprojekt mit Machtperspektive, Mit Regierungsperspektive Und mit Antworten für die dringend notwendigen Probleme von Menschen in Berlin Aber auch bundesweit tatsächlich ernsthaften Begegnungen.
01:08:21: Einen ernsthafte politische Antwort differn wollen und keine machtpolitischen Ideologie-Spiele.
01:08:28: Also Berlin zusammen ist auch ein Appell an die Parteien, tatsächlich Fachdebatten zu führen und auf Fachdebatten evidenzbasiert Politik zu entwickeln und auch zu hören mit so einer Parteienideologie.
01:08:40: Und da ist vor allem die Sozialdemokratie gefragt endlich wieder zurück zur sozialdemokratischen Werten sich zu besinnen und tatsächlich die Fachdebotten zur Enteignungsfrage ernst zu nehmen weil sie zeigen So, das ist an unterschiedlichen Stellen bewiesen worden.
01:08:57: Die zeigen, dass die Mietenfrage so wie die GroKo – also das sehen wir ja auch ganz praktisch – in den letzten Jahren versucht hat auf die Mietenkrise in Berlin eine Antwort zu finden, hat es nicht geklappt.
01:09:08: Punkt!
01:09:10: Und so wird es anscheinend auch weiterhin nicht klappen.
01:09:12: Wir wissen, wenn große Immobilienkonzerne enteignet werden und in öffentlicher Hand kommen als vergesellschaftet werden, dass es dort eine Entlastung gibt.
01:09:19: Das ist ein Hebel.
01:09:21: Es ist ein Hebel und das ist ein wichtiger Hebel Der ist bewiesen worden.
01:09:25: Insofern muss die Sozialdemokratie gerade vor der Verantwortung tatsächlich ein progressives Leuchtturmprojekt auch mitgestalten zu wollen und auch die Verantwortungen dafür zutragen, dass mit diesem Projekt in den Bund hinein eine Antwort gegen Rechts geliefert werden kann.
01:09:42: Da müssen Sie sich wirklich jetzt ernsthaft verantwortlich zeigen, finde ich also mal so umgeantwortet.
01:09:48: Das ist ne ganz zentrale entscheidende Situation.
01:09:51: Und wenn man ausstrahlen kann von Berlin aus Dann kann man auch in den Bund austreien.
01:09:56: Ja, hört, hört!
01:09:57: Nur kurz vielleicht als Nachfrage der Blick auf die Grünen... Die betonen natürlich, dass sie mehr Schnittmengen mit den Linken und der SPD haben sind ja auch zum Beispiel positiv gegenüber dem Enteignungsvolksentscheid eingestellt.
01:10:10: genau aber ist da Kenia am Ende in so einer krassen Verhandlungssituation wo die Link vielleicht sagt so machen wir vielleicht auch nicht mit?
01:10:19: Ist das vielleicht auch Was was passieren könnte?
01:10:23: Was spricht er dafür, was dagegen.
01:10:26: Also ausgeschlossen ist nix weil es rechnerisch geht und genau die Grünen ja auch damit gar nicht in den Berg halten dass sie sozusagen die Kontakte aufrechterhalten.
01:10:36: aber wir zielen natürlich schon darauf zu sagen wenn man's an einer fachlichen und einer was ist das Paket für eine solidarische Stadtperspektive aufmacht dann ist das keine Option.
01:10:50: Also sozusagen, um mit der CDU zusammenzukommen muss man gegen mehrere unserer Forderungen verstoßen und wenn dann eine relevante Anteil von den Grünen unterschreibt, dann ist das zumindest also... Wenn sie das ernst mal in ihrer Unterschrift, kann das nicht leichtfertig als irgendwie ne zusätzliche Machtoption gesehen werden.
01:11:12: Und wenn ihr nochmal auf die Koalitionsverhandlungen aus eurer Perspektive schaut Du hast gesagt, Kalle, die Gefahr, dass man als Plattform, als Berlin zusammen, als Bewegung, als Stadtgesellschaft hinten runterfällt.
01:11:25: Es gegeben natürlich auch das.
01:11:28: ihr versuchen wollt euch einzuschreiben auf eine Art so.
01:11:32: Wollt ihr irgendwas konkret machen bei diesen Koalitionsverhandlungen?
01:11:34: Also Druck ausüben oder wie auch immer?
01:11:36: Das werden wir auf jeden Fall machen.
01:11:38: Das ist nur noch nicht besonders ausbuchstabiert.
01:11:40: Das kann ich glaube ich auch ganz auf uns sagen.
01:11:43: Also der eine Punkt ist natürlich, dass in den nach der Wahl also ab dem ein zwanzigsten die Stadtvereinbarung schon insofern greift.
01:11:50: Also dann ist es die Frage was die drei Monate bedeutet aber das wir dann natürlich mit allen Kandidieren mit denen wir in einem engeren Kontakt waren.
01:12:00: Das auch einfordern, dass er nicht abbricht.
01:12:04: Das ist sozusagen erstmal die Kommunikationsimne und dann werden wir uns natürlich auch an Wir kommen aus den Bewegungen.
01:12:16: Insofern ist unser Repertoire jetzt nicht ausschließlich Gespräche führen und Veranstaltungen organisieren, sondern natürlich wenn es notwendig ist auch das aktivistische Repertoir rauszuschöpfen.
01:12:32: Ja ihr beiden sind auf jeden Fall gespannt.
01:12:35: Wünsche euch!
01:12:36: Zwei, der Plattform natürlich alles Gute für die nächsten Wochen.
01:12:40: Geht jetzt wahrscheinlich dann demnächst auch intensiv los oder mit Haustür Gesprächen?
01:12:45: Genau das ist ja jetzt der Werbeblock!
01:12:46: Ja genau!
01:12:48: Du dürftest es doch unterbringen so.
01:12:50: ich glaube den Leuten ist schon klar geworden dass wir euch wohlgesonnen sind und ich habe ja auch einige Berlin zuhörende.
01:12:55: so also wenn ihr noch nicht dabei seid und nicht bei der Linkspartei oder bei den Grünen im haustür Wahlkampf aktiv seid oder mal deswegen auch bei der SPD hier könnt ihr euch einbringen.
01:13:05: aber Kalle
01:13:07: Also ab Mitte August wird es bei uns sehr konkret.
01:13:10: Wir werden verschiedene Trainings anbieten, wo man auch nochmal Hauszeugespräche erst mal... Trocken üben kann und dann geht's aber, und werden jetzt auch einzelne kleinere Einsätze schon noch im Laufe des Augustes haben.
01:13:21: Aber tatsächlich wird unsere heiße Phase werden die drei Wochen vor der Wahl also sozusagen mit dem Einstieg richtig groß ab ab sechsten September Und dann halt die drei wochenenden vor dem sonntag und alle die irgendwie mit dazukommen wollen kommt auf unserer homepage wer es gibt wird ein Ein Telegram-Verteiler geben, wo alle die sich an Haustürgesprächen verteidigen wollen reingehen.
01:13:43: Da werden die Termine gepostet und kommen jetzt zu uns rein.
01:13:46: Es wird immer ein Angebot für einen Training geben bevor es dann an die Haustüren geht.
01:13:51: Und wir können jetzt einen ernsthaften Unterschied machen!
01:13:53: Und vor allem können wir den Unterschied in den Randbezirken machen.
01:13:56: Das heißt mit uns könnt ihr wirklich kippen.
01:13:59: Mit uns könnt Ihr gegen die CDU und gegen die AfD kippe.
01:14:01: Und das macht einen Randbezin besonders Spaß.
01:14:04: Also wenn ihr nicht schon dabei seid, selbst Leute die bei den Parteien zugehörig sind oder Parteimitglieder sind.
01:14:10: Sind bei uns Mitglieder und wollen doch eher unter der Fahne von Berlin zusammenbeikampf machen.
01:14:14: also auch das geht Lukas
01:14:15: sehr gut sehr gut.
01:14:17: pünktlich weil du sagst dass Sechser keine pünkliche zum Sachsen-Anhalt zum erwartbaren Sachsens Anhalt.
01:14:22: Schock Reiden wird dann in Berlin zum linken Leuchtturm.
01:14:26: Genau Das ist meine Hoffnung.
01:14:29: Nee an der Wahl hängt viel genau.
01:14:31: ich wünsche euch Wünsche euch viel Glück auf jeden Fall oder viel Erfolg.
01:14:34: Nicht Glück, Erfolg Leute, Erfolg!
01:14:36: Genau wenn wir nicht noch irgendetwas vergessen haben.
01:14:39: vielleicht nur zum Ausblick mit Blick auf diese ja Richtungswahl jetzt in Berlin Wie schaut ihr auf die nächsten Jahren?
01:14:46: Ihr habt gleichzeitig eure Sorge geschildert mit Blick Auf den Rechtsruck Die AfD.
01:14:52: Jetzt hatten wir jüngst auch diesen furchtbaren Anschlag gegen den CSD durch einen Islamisten in Berlin.
01:14:56: so Das ist auch etwas was der Spitzenkandidat der Union Stefan Ebers dafür rassistische Stimmungsmache gegen Migrantis und Muslimen ausnutzt.
01:15:07: Und auch für eine Law-and-Order-Politik.
01:15:09: Ich bleibe zu hoffen, dass das nicht verfängt jetzt so auf den letzten Metern.
01:15:13: Genau, aber was macht euch eigentlich allgemein mit Blick auf die nächsten Jahre besorgt?
01:15:16: Aber war es auch hoffnungsvoll?
01:15:18: Das nur zum Abschluss, Terrin!
01:15:20: Also hofftungsvoll stimmt uns natürlich, dass wir beobachten, dass es eine Zunahme gibt an Interesse am Politik.
01:15:29: Das können wir eindeutig auch am Zuwachs, der Mitglieder in den Parteien so beobachten.
01:15:35: Was uns aber gleichzeitig besorgt ist auf jeden Fall das so... dass die Polarisierung kaum Raum für andere Debatten als schwarz-weiß denken sozusagen übrig lässt.
01:15:48: und da müssen wir glaube ich wieder neue Räume schaffen wo wir viel stärker in Austausch, in demokratische Verhandlungen und auch in ... ja, erst mal in diese Verhandlungen kommen.
01:16:03: Also ich möchte mir tatsächlich sehr große Sorgen, dass wir in eine Situation kommen wo die polarisierte Situation sich auf das Denken von Menschen überträgt Und das ist gefährlich.
01:16:17: Ich meine Wir stehen gerade dafür Wenn du siehst hier gerade so ein Plakat, das haben wir in den Jahr zwanzig-zwanzig schon im Zusammenhang der Antierer Migrationspolitischen Kämpfe.
01:16:29: Aber auch der Kämpfer, die dann anschließt gefunden haben an Unteilbar organisiert, da ging es ganz zentral darum, Kämpfen zu verbinden und das sehe ich bedroht!
01:16:40: Deswegen diese Einführung in die polarisierte Situation könnte auch dazu führen dass wir kämpfen nicht mehr solidarisch verbinden können.
01:16:49: Das würde mich besorgen, also wir brauchen mehr Verbindungswahl und genau dafür versuche ich auch bedient
01:16:53: zusammenzustehen.".
01:16:56: Und konkret zum CSD-Anschlag?
01:16:58: Also da gilt natürlich zuvor das unser Mitgefühl den Angehörigen der Betroffenen und... ...das ist eine ganz erschreckende Situation.
01:17:09: aber gleichzeitig ist es natürlich auch ein Skandal für die GroKo oder für Evers selber weil er Teil dieses Senatis ist Und unverschämterweise tatsächlich versucht daraus, also die Situation den anstatt, den islamistischen Anschlag für sich zu instrumentalisieren.
01:17:25: Was aber eigentlich komplett gegenteilig formuliert werden müsste weil er ist Teil eines Senats der es verpasst hat einen auffälligen Gefährder tatsächlich auch dingfest machen.
01:17:36: Ich finde da müssten sie eher Rechenschaft ablegen als jetzt in eine Situation zu kommen wo sie Migrantinnen und Migranten unter Generalverdacht stellen oder sogar versuchen, eine abscheuliche istamistische sehr dystische Tat tatsächlich umzufunktionierend für ihren Wahlkampf.
01:17:53: Und das geht nicht!
01:17:54: Eigentlich müssen sich Rechenschaft dafür ablegen dass diese Gefährder tatsächlich diesen Anschlag auf die queeren Community aus ihnen konnte.
01:18:01: Darauf wartet bis heute.
01:18:03: Danke dir Kalle.
01:18:06: Also ich meine was was mir Sorgen macht ist dass ich das so wahrnehme dass wir eben im Moment ne Polarisierung Nichts per se gegen Polarisierung, aber wir erleben momentan falsche Polarisierungen.
01:18:17: Nämlich zwischen irgendwie den Resten von so einem liberalen Transformationsversuch und einer autoritären fossilen Backlash der sozusagen sich mindestens faschistische Elemente bedient beziehungsweise auch faschistesches Potenzial in Sicht trägt.
01:18:38: Und was mir wiederum Hoffnung macht ist das aber diese Ich nehme das so wahr, dass es auch eine starke Situation der Offenheit ist.
01:18:47: in der sozusagen Deutungen extrem umkämpft sind, in denen sich Mehrheiten extrem schnell verschieben können.
01:18:53: Also ich habe mir mal die Jugendwahl ergeben zwischen der Europawahl, ich weiß nicht, also die Wahnwahl und dann den verschiedenen Bundestagswahlen und der Europa-Wahl XXIII angeguckt und das ist einmal komplett geflippt von grüner AfD und dann sind sie jetzt zu den Linken gewandert.
01:19:08: Und was das für mich unter anderem – also sozusagen in der Zeit haben Sie ja nicht die grundsätzlichen Rahmenbedingungen, haben Sie sich nicht verändert?
01:19:16: eine politische Großwetterlage wie Akteure konkret agieren, welche Strategien erfolgreich waren.
01:19:21: und das heißt wir können mit erfolgreichen Strategien oder guten Strategien erfolgsreich sein.
01:19:27: Und das ist für mich auch ein, also wenn ich jetzt in die USA gucke und sehe was da selbst unter Trump jetzt sozusagen möglich wird mit so einem Search von progressiven Kandidatinnen usw.
01:19:37: Da haben Leute über einen sehr langen Zeitraum mit sehr viel langem Atem extrem gute strategische Arbeit gemacht.
01:19:46: Und das is für mich einerseits Hoffnung aber auch sozusagen Verpflichtung nämlich wir haben eine strategische Wahl.
01:19:53: Wir sind nicht irgendwelchen Entwicklungen der Weltgeschichte ausgeliefert, sondern wir haben eine Wahl wie wir uns den gegenüberstellen und das ist die Verpflichtung dass wir da strategisch klug antworten finde
01:20:07: ich.
01:20:07: Vielleicht eine Ergänzung?
01:20:08: Gerne!
01:20:09: Also jede Zeit muss ihre eigenen Kämpfe schaffen und ich glaube dass wir gerade in einer natürlich nicht ich glaube sondern wir leben in einer neuen Zeit wo wir eine rechte Immunierung Deutschland noch nicht in Deutschland, aber in einigen Bundesländern Gebieten definieren können.
01:20:28: Und angesichts dessen müssen wir auch neue Kämpfe definieren kann.
01:20:32: und da hat Kalle Gia gesagt ich habe nichts gegen Polarisierung die Polarisierungen ist noch falsch.
01:20:36: Ich würde aber auch sagen selbst wenn mir die Polarisierung wieder richtig gerückt bekommen und zwar der Polarisierungs zwischen den da oben und den da unten werden wir es nicht mit den alten Antworten bedienen oder eine Politik entwickeln können.
01:20:48: auch da gilt das darüber nachzudenken wie eine neue Klassenpolitik, der vielen tatsächlich aussehen kann und auf welchen solidarischen Gesellschaftsvorstellungen die eben auch geruht.
01:21:02: Also da bin ich auch noch nicht... Ich finde es ist offen wir haben viel gelernt das hat sich viel verschoben.
01:21:09: Wir leben in Zeiten wo wir migrantisierende Bürgermeisterkandidatinnen haben und die eben auch eine Politik für alle machen wollen.
01:21:18: Das ist gut, das ist genau die Art von Politik, die wir jetzt brauchen.
01:21:21: Das sind starke Signale und Zeichen.
01:21:24: Dennoch wissen wir noch nicht, glaube ich wie wir diese Nase, wenn wir uns die Berliner Karte mal anschauen der Kern, der eben das Räckerisierte aber auch Bebildete auch migrantische Stadtbevölkerung so platriert ist gesichert würde ich sagen, das zeigen ja auch die Zahlen.
01:21:43: Aber der Randbezirk, da wollen wir auch hin.
01:21:45: Und die müssen ja auch noch mal eine andere Farben kommen und da glaube ich haben wir noch keine entsprechenden Antworten drauf.
01:21:51: Das ist offen!
01:21:53: Die wählen nämlich Blau-Schwarz und die müssen auch zurück bzw.
01:21:56: gewonnen werden als Perspektiven.
01:21:59: Das meine ich nicht in Zahlen.
01:22:01: Ja, ich bin sehr gespannt ob euch das in allen oder in ein paar von diesen Bezirken, die ihr vorhin schon umrissen habt, ob euch da das gelingt?
01:22:12: Die verbindende Klassenpolitik, wie sie auch in eurem Mehrprogramm durchscheint das den Leuten zu vermitteln.
01:22:19: In den Gesprächen so ... Aber woanders soll es passieren als Face-to-Face?
01:22:23: Das passiert nicht über die Talkshows oder so.
01:22:25: Oder weil ich irgendwelche Programme oder Plakate sondern an den Haustüren.
01:22:30: Genau.
01:22:30: von daher noch mal viel Erfolg!
01:22:31: Vielen Dank euch beiden für eure wertvollen Perspektiven hier bei mir im Podcast.
01:22:36: Bis bald!
01:22:50: Jo Leute, das war es auch schon wieder.
01:22:52: Das war der Distance Podcast für diese Woche!
01:22:54: Ich möchte Danke sagen dass ihr am Start wart.
01:22:58: Wenn ihr euch für Berlin zusammen diese Bewegungsplattform interessiert ja schaut doch gerne mal in die Show Notes habe ich Wissenswertes verlinkt.
01:23:07: Genau wenn ihr in Berlin wohnt da hab' ich eine nicht zu vernachlässigende Crowd und ihr seid noch nicht aktiv für die Linkspartei, für die Grünen oder die SPD Und haltet das ja für eine gute Sache, dann schaut doch gerne mal bei Berlin zusammen vorbei.
01:23:22: Vielleicht könnt ihr da ja einen Unterschied mitmachen?
01:23:24: Ich denke man es braucht jetzt alle für ne rote Metropole!
01:23:27: Das wäre doch wirklich ein fucking hoffnungsvolles Zeichen mitten im Rechtshof wenn das gelingen würde.
01:23:31: Was auch eine feine Sache wär, wenn ihr diese Folge hier teilt Wenn ihr möglichst vielen Leuten von diesem Podcast erzählt oder positive Bewertungen auf den Plattform hinterlasst und wenn ihr noch nicht Fördermitglied seid und wenn Ihr es euch gerade finanziell leisten könnt Wenn ihr nach dieser Folge kurz in die Show Notes geht oder auf distanzpodcast.de euch dort informiert, wie es mit einer Fördermitgliedschaft funktioniert und im Zweifel auch eine Fördernmitgliedtschaft abschließt.
01:23:55: das würde mir nämlich ungemein helfen und der Crew vom What's Do Podcast dass wir in Zukunft weiter gute Inhalte machen können für euch und alle anderen So!
01:24:05: Das war es an dieser Stelle von mir.
01:24:07: ich bin jetzt erst mal raus für vier Wochen in der Sommerpause.
01:24:10: Wir hören uns am sechzehnten September wieder mit einer neuen Folge Distance.
01:24:14: Bis dahin hatte ich schon erwähnt, gibt's was von der Vastoon-Crew auf die Ohren und auch von meinen Freunden vom Überrechtspodcast.
01:24:21: Bleibt desens bitte treu, habt ne gute Sommerzeit bis ganz bald!
01:24:25: Ciao.